5. Januar 2026 / Aus aller Welt

Opfer aus Crans-Montana wird in Berlin behandelt

40 Menschen sind bei dem Feuer in einer Bar in Crans-Montana ums Leben gekommen. Die Überlebenden haben teils schwere Verletzungen erlitten - auch ein 18-Jähriger, der jetzt in Berlin behandelt wird.

Ein Opfer der tödlichen Silvesterparty in Crans-Montana wird in Berlin behandelt.
Veröffentlicht am 5. Januar 2026 um 15:07 Uhr

Nach dem verheerenden Brand auf der Silvesterparty im Schweizer Skiort Crans-Montana wird eines der Opfer am Unfallklinikum in Berlin behandelt. Der 18-Jährige habe schwere Verbrennungen an Gesicht und Händen erlitten, er befinde sich dementsprechend in einem lebensbedrohlichen Zustand, sagte eine Kliniksprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der junge Mann stamme aus der französischsprachigen Schweiz. Er sei am Samstag nach Berlin gekommen, seine Eltern seien auf der Anreise in die Hauptstadt. Die Klinik sei ursprünglich davon ausgegangen, dass drei Opfer aus Crans-Montana nach Berlin kommen sollten. Nach jetzigem Stand werde es aber wohl bei dem 18-Jährigen bleiben, sagte die Sprecherin. Auch in anderen Kliniken in Deutschland werden Opfer aus dem Schweizer Skiort versorgt.

«Insgesamt ist die Situation natürlich weiterhin kritisch», sagte Leila Harhaus-Wähner, Direktorin der Klinik für Hand-, Replantations- und Mikrochirurgie am Unfallkrankenhaus Berlin. Dem 18-Jährigen werden ihr zufolge die verbrannten Hautareale entfernt sowie Haut von nicht betroffenen Stellen transplantiert. Im Operationssaal arbeiteten mehrere Teams, die sich um die verschiedenen Aufgaben kümmerten. «Es ist aufwendig, es ist personalintensiv», erklärte sie. «Das ist bei den Verbrennungspatienten tatsächlich in der Regel immer so.»

«Er wird immer gezeichnet sein dadurch»

Sie rechne damit, dass der Intensivaufenthalt des jungen Mannes rund zwei Wochen daure. Danach müsse er noch einige Zeit auf der Normalstation der Klinik bleiben. In rund vier bis sechs Wochen könne er dann wieder nach Hause, sagte Harhaus-Wähner. Die transplantierten Hautareale blieben allerdings ein Leben lang und könnten auch Probleme verursachen. «Er wird immer gezeichnet sein dadurch», sagte sie.

Das Inferno in der Bar Le Constellation wurde nach bisherigen Ermittlungen durch eine funkensprühende Partyfontäne ausgelöst, 40 Menschen kamen dabei ums Leben. Unter den 119 Verletzten sind mehr als 70 Schweizer sowie Franzosen, Italiener, Serben und einzelne Angehörige anderer Länder. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet.


Bildnachweis: © Antonio Calanni/AP/dpa
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