17. April 2025 / Aus aller Welt

Osterpostamt beantwortet 75.000 Briefe von Kindern

Rund fünf Wochen vor Ostern öffnete das Postamt von Hanni Hase im niedersächsischen Ostereistedt. Schon seit 43 Jahren können Kinder an den Osterhasen schreiben. Welche Wünsche hatten sie 2025?

«Hanni Hase» beantwortete Briefe von Kindern aus 35 Ländern. (Archivbild)
Veröffentlicht am 17. April 2025 um 13:20 Uhr

Für sie sind die Wochen vor dem Osterfest die stressigste Zeit: Hanni Hase und sein Team beantworten seit 43 Jahren Briefe von Kindern in der Osterpostfiliale im niedersächsischen Ostereistedt. 75.000 Briefe habe das Team zwischen dem 10. März und 15. April gelesen und beantwortet, teilte die Deutsche Post mit. Jetzt ist das Osterpostamt im Landkreis Rotenburg wieder geschlossen.

«Hanni Hase ist für die Kinder eine echte Vertrauensfigur, das merken wir immer wieder», sagte Doris Kröger, Leiterin des 14-köpfigen Osterpost-Teams. Es sei herzerwärmend, die Briefe zu lesen. So hätten einige Kinder Hanni Hase darum gebeten, besonders an die Menschen in den ärmeren Ländern zu denken.

Der Osterhase schreibt auf Englisch

Etwa 2.300 der 75.000 Zusendungen kamen aus dem Ausland - und zwar aus 35 Ländern. Aber spricht das Team der Osterpostfiliale jede Sprache, um all diesen Kindern zu antworten? Mädchen und Jungen aus dem Ausland erhalten nach Angaben der Deutschen Post immer ein Antwortschreiben auf Englisch. Allerdings seien die meisten Briefe - auch aus anderen Ländern - auf Deutsch verfasst. Manchmal schreiben nach Angaben eines Post-Sprechers gleich ganze Schulklassen als Übung im Deutschunterricht.

Einbruch im Osterpostamt - Süßigkeiten gestohlen

In diesem Jahr hatten Hanni Hase und sein Team allerdings auch ein negatives Erlebnis. Unbekannte sind Ende März in die Osterpostfiliale eingebrochen und haben eine Kiste mit Süßigkeiten im Wert von mehr als 1.000 Euro gestohlen. Die Filiale ist im Dorfgemeinschaftshaus von Ostereistedt untergebracht. Ein Verdächtiger sei bisher nicht ermittelt worden, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Rotenburg. Die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.


Bildnachweis: © Sina Schuldt/dpa
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