14. Mai 2025 / Aus aller Welt

Paris öffnet im Sommer Schwimmbäder in der Seine

Erstmals seit 1923 können die Pariserinnen und Pariser von Juli an wieder in der Seine schwimmen. Dafür werden drei Freibäder eingerichtet. Eines davon liegt sogar gleich neben dem Eiffelturm.

Auch in der Nähe des Eiffelturms sollen Menschen wieder in der Seine schwimmen dürfen. (Archivbild)
Veröffentlicht am 14. Mai 2025 um 15:08 Uhr

Paris-Touristen können von Juli an Badehose und Bikini einpacken. In der Seine werden dann drei Freibäder eingerichtet, eines sogar in unmittelbarer Nähe des Eiffelturms. «Alle sollen ab diesem Sommer in der Seine schwimmen können», sagte Frankreichs Sportministerin Marie Barsacq. Während der Olympischen Spiele im vergangenen Sommer hätten bereits Wettkämpfe in dem Fluss stattfinden können, was gezeigt habe, dass sich Investitionen von mehr als einer Milliarde Euro in eine bessere Wasserqualität bezahlt gemacht hätten.

Los geht's am 5. Juli, wenn die drei Freibäder öffnen - eines gegenüber der Schwaneninsel nahe des Eiffelturms, eines unweit der Kathedrale Notre-Dame und eines in Nähe der Nationalbibliothek. Diese verfügen über Umkleiden und Duschen, werden von Bademeistern überwacht und bieten auch Platz zum Sonnenbaden. 

Wasserqualität wird ständig überwacht

Am Eiffelturm soll es auch Schwimmmöglichkeiten speziell für Familien und Kinder geben. Die Bäder sollen jeweils den Sommer über betrieben werden, wofür Installationen wie schwimmende Pontons und Container genutzt werden, die im Winter entfernt werden. Die Wasserqualität wird kontinuierlich überwacht, denn die Schwimmerinnen und Schwimmer tauchen direkt in die Seine ab und schwimmen nicht in ins Wasser gelassene Becken, wie dies schon seit Längerem im Kanal Bassin de la Villette in Paris möglich ist.

«Angesichts des Klimawandels und der bevorstehenden heißen Sommer benötigen wir auch Orte der Abkühlung», sagte die Sportministerin zum Zweck der Freibäder. Es gehe im Hinblick auf einen erwarteten Temperaturanstieg in Paris auch um die Lebensqualität in der Stadt, meinte Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Ein erster Schritt, um den Fluss für die Bevölkerung besser zugänglich zu machen, sei die Sperrung der unmittelbar am Ufer verlaufenden Straßen für den Autoverkehr gewesen.

Wieder in der Seine schwimmen zu können, ist ein langgehegter Wunsch in der französischen Hauptstadt. Offiziell verboten wurde dies 1923, bis Anfang der 60er-Jahre wurde das Schwimmen aber durchaus noch praktiziert.


Bildnachweis: © -/kyodo/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Aus aller Welt

Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.

weiterlesen...
Herzlich willkommen, Heinz Samulewitz & Söhne GmbH
Neuer Partner

Grabmale Samulewitz aus Rheinbach steht für meisterhaftes Steinmetzhandwerk und individuelle Gestaltung mit Herz und Verstand

weiterlesen...
Warnmeldung der Bonner Polizei vor Telefonbetrügern
Mitteilung der Polizei

Maschen "Falsche Bankmitarbeiter" und "Schockanruf" führten zu Vermögensschäden

weiterlesen...

Neueste Artikel

«Katastrophe mit Ansage» – Urteil nach Todesflug Rio-Paris
Aus aller Welt

228 Menschen starben 2009 beim Absturz von Flug AF 447. Nun urteilt ein Gericht: Air France und Airbus sind für Unglück und Schadenersatz verantwortlich. Auch deutsche Angehörige sind erleichtert.

weiterlesen...
Bergung gescheitert: Toter Buckelwal bleibt vorerst liegen
Aus aller Welt

Dänische Behörden wollten den Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals von der Insel Anholt aufs Festland bugsieren. Doch ein erster Versuch ging schief. Wie es mit dem Tier nun weitergehen soll.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

«Katastrophe mit Ansage» – Urteil nach Todesflug Rio-Paris
Aus aller Welt

228 Menschen starben 2009 beim Absturz von Flug AF 447. Nun urteilt ein Gericht: Air France und Airbus sind für Unglück und Schadenersatz verantwortlich. Auch deutsche Angehörige sind erleichtert.

weiterlesen...
Bergung gescheitert: Toter Buckelwal bleibt vorerst liegen
Aus aller Welt

Dänische Behörden wollten den Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals von der Insel Anholt aufs Festland bugsieren. Doch ein erster Versuch ging schief. Wie es mit dem Tier nun weitergehen soll.

weiterlesen...