In einem Prozess um sexuellen Missbrauch an einer Patientin in Baden-Württemberg streitet der beschuldigte Physiotherapeut die Vorwürfe ab. «Ich bin von den Anschuldigungen erschüttert», erklärte der 54-Jährige, der nach eigenen Angaben vor allem als Kindertherapeut in Bad Mergentheim südlich von Würzburg tätig ist, vor dem Landgericht Ellwangen. Die Behandlung der Patientin sei ausschließlich professionell gewesen, betonte seine Anwältin. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm dagegen vor, die Patientin während mehrerer Sitzungen intim berührt zu haben. Der Anklage zufolge soll er außerdem mit den Fingern in sie eingedrungen sein und Oralverkehr an ihr ausgeführt haben, weshalb auch der Tatbestand einer Vergewaltigung infrage kommen könnte, stellte der Vorsitzende Richter schon zu Beginn der Verhandlung klar. Es ist bereits das zweite Verfahren gegen den Therapeuten. In Bad Mergentheim wurde er vor gut einem Jahr vom dortigen Amtsgericht in einem ähnlichen Fall zu zehn Monaten auf Bewährung verurteilt. Diese Entscheidung ist allerdings nicht rechtskräftig, da sich das Landgericht in Ellwangen auch mit diesem Vorgang in einem Berufungsverfahren beschäftigen wird.
Bildnachweis: © Stefan Puchner/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Physiotherapeut bestreitet sexuelle Übergriffe
Ein Physiotherapeut steht in Baden-Württemberg erneut vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, eine Patientin während der Behandlung sexuell missbraucht zu haben. Der Mann bestreitet die Vorwürfe.
Meistgelesene Artikel
- 3. Juni 2026
Pflegekind dauerhaft aufnehmen
Informationen und Seminare für Interessierte
- 25. Mai 2026
A565: Nächtlicher Engpass
Rheinbrücke Bonn-Nord in Richtung Siegburg nur einspurig befahrbar
Zu einem folgenschweren Verkehrsunfall kam es am Samstagmorgen (23.05.2026) gegen 09:40 Uhr an der Einmündung L 471/L 158 in Rheinbach
Neueste Artikel
Schüler sollen Social Media nicht nur konsumieren, sondern verstehen – und sich besser vor digitalen Risiken schützen können. Was die Bildungsminister zum Umgang mit Social Media beschlossen haben.
- 12. Juni 2026
Høiby wird Urteilsverkündung vom Gefängnis aus verfolgen
Im Fall um Marius Borg Høiby gibt es kurz vor dem Urteilsspruch eine neue Wendung: Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit wird zur Urteilsverkündung nicht ins Gericht kommen.
Weitere Artikel derselben Kategorie
Schüler sollen Social Media nicht nur konsumieren, sondern verstehen – und sich besser vor digitalen Risiken schützen können. Was die Bildungsminister zum Umgang mit Social Media beschlossen haben.
- 12. Juni 2026
Høiby wird Urteilsverkündung vom Gefängnis aus verfolgen
Im Fall um Marius Borg Høiby gibt es kurz vor dem Urteilsspruch eine neue Wendung: Der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit wird zur Urteilsverkündung nicht ins Gericht kommen.

