Sechs Milliarden Tonnen pro Sekunde - mit dieser Rate hat sich der Planet «Cha 1107-7626» im August 2025 Gas und Staub aus seiner Umgebung einverleibt. Es handle sich um die größte je bei einem Planeten gemessene Wachstumsrate, teilte die Europäische Südsternwarte (Eso) mit. «Cha 1107-7626» ist ein sogenannter Einzelgänger-Planet: Im Gegensatz zu den Planeten in unserem Sonnensystem umkreist er keinen Stern, sondern treibt frei im All. Beobachtungen mit dem Very Large Telescope (VLT) der Eso in Chile zeigten nun seinen enormen Appetit. Das verschlungene Material entspricht etwa der doppelten Masse des Starnberger Sees. Die Entdeckung deutet dem Team um Víctor Almendros-Abad vom Astronomischen Observatorium von Palermo (Italien) zufolge auf Parallelen zur Entstehung von Sternen hin. «Cha 1107-7626» hat fünf- bis zehnmal so viel Masse wie der Jupiter und befindet sich rund 620 Lichtjahre entfernt im Sternbild Chamäleon, wie es hieß. Er sei noch in der Entstehungsphase und werde von einer Scheibe aus Gas und Staub gespeist, die den Planeten umgibt, berichtet das Team in den «Astrophysical Journal Letters». Im August verschlang der Planet demnach etwa achtmal schneller Materie als noch wenige Monate zuvor.Planet befindet sich im Sternbild Chamäleon
Bildnachweis: © M. Kornmesser/ESO/L. Calçada/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Planet verschlingt Gas in Rekordtempo
Planetenbaby mit Wachstumsschub: «Cha 1107-7626» hat binnen Wochen enorm an Masse zugelegt. Der konkrete Wert lässt staunen.
Meistgelesene Artikel
- 22. April 2026
Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.
- 21. April 2026
Kriminalpolizei ermittelt nach Kellerbrand
Hinweise erbeten
- 20. April 2026
Polizei ermittelt und sucht Unfallbeteiligte
30-Jähriger von E-Scooter erfasst und verletzt
Neueste Artikel
- 18. Mai 2026
Mordurteil für 18-Jährigen nach Tod auf Parkplatz
Aus Wut, Zorn und Rache: Ein 18-Jähriger setzt sein Auto als Waffe ein und tötet heimtückisch ein Kind - so sieht es das Gericht. Nun muss der Täter von Niedernhall für einige Jahre ins Gefängnis.
Eine Höhle, enge Gänge, 50 Meter Tiefe – fünf Taucher aus Italien sterben auf den Malediven. Die Bergungsaktion war kompliziert. Nun konnten die Leichen aufgespürt werden.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 18. Mai 2026
Mordurteil für 18-Jährigen nach Tod auf Parkplatz
Aus Wut, Zorn und Rache: Ein 18-Jähriger setzt sein Auto als Waffe ein und tötet heimtückisch ein Kind - so sieht es das Gericht. Nun muss der Täter von Niedernhall für einige Jahre ins Gefängnis.
Eine Höhle, enge Gänge, 50 Meter Tiefe – fünf Taucher aus Italien sterben auf den Malediven. Die Bergungsaktion war kompliziert. Nun konnten die Leichen aufgespürt werden.

