22. Mai 2026 / Aus aller Welt

Polizeibericht: Spears bei Festnahme «Unsinn geredet»

Für Pop-Star Britney Spears endete eine Autofahrt im März mit einer Festnahme und Anklage. Jetzt wurde der Polizeibericht veröffentlicht. Darin kommen Schlangenlinien, Lasagne und Handschellen vor.

Spears zählt mit Hits wie «…Baby One More Time» und «Oops!... I Did It Again» zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Musikgeschichte. (Archivbild)
Veröffentlicht am 22. Mai 2026 um 03:27 Uhr

US-Sängerin Britney Spears hat laut Polizeibericht bei ihrer Festnahme im März ein wechselndes Verhalten von «streitlustig und aufgewühlt bis hin zu extravagant und gefällig» an den Tag gelegt. US-Medien zitierten aus dem am Donnerstag (Ortszeit) veröffentlichten Bericht, der auch Videos und Tonaufzeichnungen enthielt. 

Turbulente Szenen

Der Bericht schildert einen turbulenten, nächtlichen Vorfall. Spears habe sich nach einer Verfolgungsjagd mit Polizeisirenen zunächst geweigert, aus ihrem Auto auszusteigen. Die Beamten hätten Alkohol gerochen und ein Aufputschmittel gefunden. Die Sängerin stritt demnach aber ab, betrunken zu sein. «Ich könnte wahrscheinlich vier Flaschen Wein trinken und mich trotzdem um Sie kümmern. Ich bin ein Engel», antwortete Spears laut Polizeibericht bei der Befragung durch einen Beamten. Sie lud die Polizisten demnach in ihr Haus ein: «Ich mache euch Essen oder Lasagne, oder was ihr wollt». Sie habe auch einen Swimmingpool. 

Im Laufe des mehrstündigen Vorfalls soll Spears unter anderem mit einer Kinderstimme und mit britischem Akzent gesprochen haben. Sie habe Unsinn geredet, geschimpft oder Angst geäußert, heißt es in dem Protokoll. Zeitweise legten ihr die Beamten Handschellen an.

Festnahme nach Schlangenlinienfahrt

Spears war Anfang März nach einer Schlangenlinienfahrt in Kalifornien von der Autobahnpolizei gestoppt und vorübergehend festgenommen worden. Sie wurde wegen Autofahren unter Einfluss von Alkohol und Drogen angeklagt. Wenig später begab sich die Sängerin ihrem Management zufolge freiwillig in eine Behandlungseinrichtung. Sie räumte vor Gericht ihre Schuld ein und kam damit um eine härtere Bestrafung herum. Neben einer einjährigen Bewährungsstrafe gab es mehrere Auflagen, darunter Therapiestunden und die Teilnahme an einem Schulungsprogramm. 

Sorgen um die Pop-Ikone

Spears, die durch Hits wie «…Baby One More Time» und «Oops!... I Did It Again» bekannt wurde, feierte vor allem in den 1990er- und 2000er-Jahren große Erfolge. In den vergangenen Jahren gab es jedoch häufig Sorgen um den Zustand der zweifachen Mutter. 2008 wurde sie nach persönlichen Krisen unter Vormundschaft gestellt, wodurch ihr Vater die Kontrolle über ihr Leben und ihre Finanzen erhielt. 2021 wurde die Regelung nach einem viel beachteten Gerichtsverfahren beendet.


Bildnachweis: © Kay Blake/ZUMA Wire/dpa
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