Fast 40 Jahre nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl können Wildpilze inzwischen bundesweit wieder bedenkenlos in üblichen Mengen verzehrt werden. Zwar sei es in einigen Gegenden in Süddeutschland immer noch möglich, Exemplare mit erhöhten Werten des radioaktiven Isotops Cäsium-137 zu finden, teilte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter mit. Da aber ansonsten alle Hauptnahrungsmittel nahezu unbelastet seien, erhöhe es die eigene Strahlendosis nur geringfügig, wenn gelegentlich Pilze mit Cäsium-137 gegessen würden. Entscheidend sei nicht der einzelne Pilz, sondern die Gesamtmenge. Der aktuelle Pilzbericht des BfS zeigt, welche wildwachsenden Pilzarten geringe und welche höhere Werte aufweisen können. Am höchsten belastet waren zwischen 2022 und 2024 demnach unter anderem Semmelstoppelpilze, Rotbraune Semmelstoppelpilze und Elfenbeinschnecklinge. Teilweise lagen die Messwerte über 2.000 Becquerel pro Kilogramm Frischmasse. Zum Vergleich: Der Grenzwert für Pilze im Handel liegt bei 600 Becquerel. Dagegen enthielten etwa der Braunschuppige Riesenchampignon, der Hasenröhrling und der Riesenporling weniger als fünf Becquerel Cäsium-137 pro Kilogramm Frischmasse.
Bildnachweis: © Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Radioaktivität: Verzehr von Wildpilzen ist unbedenklich
Der aktuelle Pilzbericht des Bundesamtes für Strahlenschutz weist Semmelstoppelpilze mit mehr als 2.000 Becquerel aus. Warum trotzdem niemand auf frische Wildpilze verzichten muss.
Meistgelesene Artikel
Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Im August soll es Wissenschaftlern zufolge einen ähnlichen Vorfall geben.
- 19. Juli 2026
Großer Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle
Nordöstlich von Madrid hat ein Waldbrand bei Guadalajara bereits Tausende Hektar verbrannt. Allein in einer Nacht fraßen sich die Flammen 14 Kilometer voran. Woanders gab es hingegen gute Nachrichten.
- 20. Juli 2026
Tschechien bringt Handyverbot an Schulen auf den Weg
Ab September 2027 sollen in Tschechien Smartphones und Smartwatches aus den Klassenzimmern verschwinden. Kritiker halten das für Populismus - und warnen vor Frust bei den Schülern.
Neueste Artikel
- 19. August 2026
Mindestens 33 Tote nach Minenunglück in Afrika
Mindestens 33 Arbeiter werden in einer Goldmine von einer Schlammlawine verschüttet. Rettungskräfte suchen verzweifelt nach Überlebenden. Behörden befürchten eine steigende Opferzahl.
- 19. August 2026
Russland: Bär zerfleischt Camperin im Altai-Gebirge
Russland ist berühmt für seine Bären. Besonders für Touristen in Sibirien gelten sie aber als allgegenwärtige Gefahr. Nun kam es im bei Campern beliebten Altai-Gebirge zu einem tödlichen Angriff.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 19. August 2026
Mindestens 33 Tote nach Minenunglück in Afrika
Mindestens 33 Arbeiter werden in einer Goldmine von einer Schlammlawine verschüttet. Rettungskräfte suchen verzweifelt nach Überlebenden. Behörden befürchten eine steigende Opferzahl.
- 19. August 2026
Russland: Bär zerfleischt Camperin im Altai-Gebirge
Russland ist berühmt für seine Bären. Besonders für Touristen in Sibirien gelten sie aber als allgegenwärtige Gefahr. Nun kam es im bei Campern beliebten Altai-Gebirge zu einem tödlichen Angriff.

