16. November 2025 / Aus aller Welt

Rapper Haftbefehl legt Blitzauftritt in Gießen hin

Erst gestern spielte Haftbefehl sein erstes Konzert nach Erscheinen seiner erfolgreichen Netflix-Doku. Einen Tag später legt er direkt nach. Viel Zeit schenkt der Rapper seinen Fans aber nicht.

Haftbefehl steht nach Erscheinen seiner Netflix-Doku wieder auf der Bühne.
Veröffentlicht am 16. November 2025 um 04:15 Uhr

Deutsch-Rapper Haftbefehl hat in der Nacht erneut auf der Bühne gestanden - sein Clubauftritt in Gießen war allerdings nach ein paar Liedern schon wieder vorbei. Das zweite Konzert des Musikers nach Erscheinen seiner erfolgreichen Netflix-Doku im hessischen Gießen dauerte in der Nacht nur rund 15 Minuten, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Der Rapper war von Sicherheitskräften hereingeführt und dann wieder raus begleitet worden.

Erst in der Nacht auf Samstag hatte Aykut Anhan (39), wie Haftbefehl mit bürgerlichem Namen heißt, in Osnabrück sein mit Spannung erwartetes erstes Konzert nach der Veröffentlichung der Netflix-Doku «Babo – Die Haftbefehl-Story» gegeben. In dem viel diskutierten Dokumentarfilm wird thematisiert, dass der Musiker jahrelang Kokain konsumierte. In Osnabrück versicherte er den Fans: «Ich bin clean.» Auch dort stand er nur etwa eine halbe Stunde auf der Bühne.

Euroscheine fürs Publikum - aber keine Worte

Der Club La Louve in Gießen war in der Nacht zu Sonntag ebenfalls gut gefüllt, als Haftbefehl um kurz nach 2.00 Uhr auf die Bühne trat. Anders als in Osnabrück sprach er aber nicht zu den Fans. Während des Auftritts warf Haftbefehl stattdessen Euroscheine ins Publikum. Erneut hielt der Rapper einen Großteil seines Gesichts bis unter die Augen bedeckt. Zudem trug er eine Sonnenbrille.

Die Netflix-Doku über Haftbefehl kam bereits wenige Tage nach Erscheinen Ende Oktober auf Millionen Views und schoss auf Platz eins in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie dreht sich um seine schwierige Familiengeschichte, um Straßenkriminalität, Ruhm, Depressionen, fast tödlichen Drogenkonsum - und spannt einen Bogen von der Kindheit im Offenbacher Hochhausviertel Mainpark hin zu seinem Aufstieg als Hip-Hop-Star in die Spitze der Charts.


Bildnachweis: © Hannes P. Albert/dpa
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