10. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Rohöl schießt meterhoch aus Pipeline in Brandenburg

Ein kleines Leck mit großen Folgen: Nach Schätzungen der Feuerwehr sind in der Uckermark mehr als 200.000 Liter Öl aus einer Pipeline ausgetreten. Die Bergung dauert.

Der Einsatz in Zehnebeck dürfte noch stundenlang dauern.
Veröffentlicht am 10. Dezember 2025 um 20:50 Uhr

Aus einer Pipeline in Brandenburg sind nach einem Unfall mindestens 200.000 Liter Rohöl ausgetreten. Zu dem fatalen Defekt kam es nach Arbeiten an der Leitung, die von Rostock nach Schwedt führt. Das Öl sei in einer Pumpstation nahe Gramzow in der Uckermark aus einem kleinen Leck mit einem Druck von circa 20 Bar viele Meter hoch herausgeschossen, sagte der Abteilungsleiter der Feuerwehr Schwedt, Alexander Trenn, der Deutschen Presse-Agentur. Die Menge könne auch noch größer sein.

Vor Ort waren nach seinen Angaben etwa 100 Kräfte der Feuerwehr, dazu etwa 25 Mitarbeiter der Raffinerie PCK, der die Leitung gehört. Auch nach Stunden trat am Abend noch Öl aus, wenn auch in geringerer Menge, wie Trenn sagte. Spezielle Saugwagen sollen nun das Öl, das zurzeit auf einem nassen Acker stehe, aufnehmen. Der Einsatz in Zehnebeck, etwa drei Kilometer vom Ortskern Gramzow entfernt, werde noch stundenlang dauern und auch am Morgen fortgesetzt, fügte er an.

PCK: Absichtliche Fremdeinwirkung kann ausgeschlossen werden

PCK erklärte, nach ersten Erkenntnissen sei das Unglück durch vorbereitende Arbeiten für einen geplanten Sicherheitstest an der Pipeline verursacht worden. «Eine absichtliche Fremdeinwirkung kann derzeit ausgeschlossen werden.»

Zu einer möglichen Verunreinigung des Bodens und des Grundwassers sagte der Feuerwehr-Abteilungsleiter Trenn, glücklicherweise sei der umliegende Ackerboden sehr nass vom Regen, so dass das Öl, das leichter als Wasser sei, quasi darauf schwimme und am Abend nicht tief ins Erdreich eingedrungen sei. Daher sei eine weitgehende Verunreinigung des Grundwassers zunächst unwahrscheinlich.

Brandenburgs Umweltministerium erklärte am Abend, Ministerin Hanka Mittelstädt werde sich am Donnerstag (12.30 Uhr) vor Ort ein Bild über das Ausmaß der Schäden machen. Laut PCK waren Werkfeuerwehr, örtliche Feuerwehren, die Gefahrstoffeinheit Uckermark sowie die Werkseinsatzleitung der PCK mit schwerem Gerät im Einsatz.


Bildnachweis: © Carsten Koall/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Kleine Tüten bereiten große Freude
Mitteilung der Stadt Meckenheim

Bürgermeister Sven Schnieber verteilt süßen Nikolausgruß

weiterlesen...
Vollsperrung der A565 im Januar
Mitteilung der Autobahn GmbH

Vollsperrung zwischen Anschlussstelle Bonn-Poppelsdorf und Bonn-Endenich

weiterlesen...
Rücksichtsvoll feiern und böllern
Mitteilung der Stadt Meckenheim

Ordnungsamt wirbt für respektvollen Umgang in der Silvesternacht

weiterlesen...

Neueste Artikel

Angebot für Deine guten Vorsätze
Aktuell

Jetzt Mitgliedschaft bei LifeSport abschließen und bis 28.2. kostenlos trainieren!

weiterlesen...
Erdrutsch in Neuseeland: Suche nach verschütteten Campern
Aus aller Welt

Mindestens sechs Menschen sind nach beispiellosen Regenfällen und einem Erdrutsch auf einem beliebten Campingplatz verschüttet. Angehörige und Rettungskräfte hoffen noch auf ein Wunder.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Erdrutsch in Neuseeland: Suche nach verschütteten Campern
Aus aller Welt

Mindestens sechs Menschen sind nach beispiellosen Regenfällen und einem Erdrutsch auf einem beliebten Campingplatz verschüttet. Angehörige und Rettungskräfte hoffen noch auf ein Wunder.

weiterlesen...
Anderssein als Chance - wie Marcel Friederich zu sich fand
Aus aller Welt

Er war Sportjournalist, später ein Gesicht der Deutschen Fußball-Liga - und bog dann in eine andere Richtung ab. Wie Marcel Friederich, der mit dem Moebius-Syndrom lebt, zu sich fand.

weiterlesen...