5. November 2025 / Aus aller Welt

Schrott-Kollision? China verschiebt Astronauten-Rückkehr

Die Crew der chinesischen Weltraummission «Shenzhou 20» sollte nach einem halben Jahr zur Erde zurückkehren. Doch ein möglicher Zwischenfall verzögert die Rückreise. Was ist passiert?

Mit der Mission «Shenzhou 21» setzt China sein ehrgeiziges Raumfahrtprogramm fort.
Veröffentlicht am 5. November 2025 um 04:30 Uhr

China verschiebt die ursprünglich für heute geplante Rückkehr dreier Astronauten von seiner Raumstation «Tiangong» auf die Erde. Grund sei der Verdacht auf einen Zusammenprall der Raumkapsel mit Weltraumschrott, teilte die Behörde für bemannte Raumfahrt in Peking mit. Derzeit laufe die Analyse und die Abwägung der Risiken, hieß es. Die Mission werde bis auf weiteres verschoben, um die Sicherheit der Astronauten zu gewährleisten. 

Weltraumschrott ist schon länger ein Problem im All. Darunter versteht man alle nicht mehr verwendeten Objekte wie Satelliten oder Bruchstücke davon, die aus Kollisionen oder Explosionen entstanden sind. Sie können winzig klein sein oder auch mehrere Meter groß. Der Weltraummüll kreist unter anderem in erdnahen Bahnen um die Erde. Die Europäische Weltraumorganisation Esa schätzt, dass insgesamt mehr als eine Million Stücke Müll, die größer als ein Zentimeter sind, um die Erde rasen. 

Übergabe mit neuer Crew

Eigentlich hätte die Crew der «Shenzhou 20» heute wieder in der Wüste Gobi in Chinas Nordwesten landen sollen. Die Astronauten Chen Dong, Chen Zhongrui und Wang Jie hatten rund ein halbes Jahr im All unter anderem wissenschaftliche Experimente durchgeführt und den Schutz der Raumstation gegen Weltraumschrott ausgebaut. 

Zuvor hatte China drei neue Astronauten ins All geschickt, mit denen in den vergangenen Tagen die Übergabe der Raumstation erfolgt war. Auch die neue «Shenzhou 21»-Crew soll die Raumstation warten, wissenschaftliche Experimente durchführen und Weltraumspaziergänge absolvieren. Die Astronauten sind Zhang Lu, der mit der «Shenzhou 15» vor zwei Jahren im All war, sowie die Weltraum-Debütanten Wu Fei und Zhang Hongzhang. Die Mission ist Teil von Chinas langfristigen Weltraumplänen, zu denen auch eine bemannte Mondlandung bis 2030 gehört.


Bildnachweis: © Wang Jiangbo/XinHua/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Meckenheimer Blütenfest 2026
Veranstaltung

Ein vielfältiges Programm voller Aktionen und Attraktionen für die ganze Familie

weiterlesen...
Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Aus aller Welt

Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Deutsche «Hondius»-Passagiere in Niederlanden gelandet
Aus aller Welt

Nach dem Hantavirus-Ausbruch sind vier deutsche Passagiere der «Hondius» in den Niederlanden gelandet. Sie werden in Spezialtransporten nach Frankfurt gebracht und müssen danach in Quarantäne.

weiterlesen...
15-Jährige stirbt bei Halbmarathon in den Niederlanden
Aus aller Welt

Tragödie beim Halbmarathon in Leiden: Ein Mädchen bricht kurz vor dem Ziel zusammen. Warum durfte die 15-Jährige überhaupt starten? Was sagen die Organisatoren zur Altersregel?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Deutsche «Hondius»-Passagiere in Niederlanden gelandet
Aus aller Welt

Nach dem Hantavirus-Ausbruch sind vier deutsche Passagiere der «Hondius» in den Niederlanden gelandet. Sie werden in Spezialtransporten nach Frankfurt gebracht und müssen danach in Quarantäne.

weiterlesen...
15-Jährige stirbt bei Halbmarathon in den Niederlanden
Aus aller Welt

Tragödie beim Halbmarathon in Leiden: Ein Mädchen bricht kurz vor dem Ziel zusammen. Warum durfte die 15-Jährige überhaupt starten? Was sagen die Organisatoren zur Altersregel?

weiterlesen...