13. März 2025 / Aus aller Welt

Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung hat gelitten

Gewalttaten, die sich gegen Unbekannte richten, können für Verunsicherung in der Gesellschaft sorgen. Vor allem dann, wenn sich solche Vorfälle - womöglich auch durch Nachahmungseffekte - häufen.

Der Todesfahrer von Mannheim wollte sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft von der Polizei erschießen lassen. Der Tatverdächtige ist nach bisherigen Erkenntnissen psychisch krank. (Archi...
Veröffentlicht am 13. März 2025 um 09:11 Uhr

Mehrere Gewalttaten gegen Passanten mit tödlichem Ausgang in den vergangenen Monaten haben Spuren in der Gesellschaft hinterlassen. Das zeigen die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur. Danach fühlen sich 57 Prozent der Erwachsenen in Deutschland heute unsicherer in der Öffentlichkeit als vor einem Jahr. 38 Prozent der rund 2.000 Befragten gaben an, sich heute nicht unsicherer zu fühlen als vor Jahresfrist. Fünf Prozent der Menschen, die am Montag und Dienstag an der Umfrage teilnahmen, antworteten mit «Weiß nicht» oder machten keine Angaben. 

In den zurückliegenden Monaten gab es mehrere tödliche Anschläge beziehungsweise tödliche Angriffe mit Messern oder Autos auf Passanten – etwa in Aschaffenburg, Mannheim, Solingen, Magdeburg und München. Dass Gewalttaten dieser Art durch die Sicherheitsbehörden nicht verhindert werden können, glauben 17 Prozent der Bevölkerung. 22 Prozent der Erwachsenen denken, solche Taten könnten grundsätzlich verhindert werden. Mehr als jeder zweite Mensch in Deutschland (57 Prozent) ist überzeugt, derartige Gewalttaten könnten «manchmal verhindert werden».

Mannheim, München, Aschaffenburg, Magdeburg und Solingen

Ein 40-jähriger Deutscher war am Rosenmontag nach Angaben von Ermittlern mit seinem Auto Hunderte Meter weit durch die Mannheimer Fußgängerzone gerast und absichtlich auf Menschen zugefahren. Eine 83-jährige Frau und ein 54-jähriger Mann kamen ums Leben. In München war im Februar ein junger Afghane mit seinem Auto in einen Demonstrationszug gefahren. Zwei Menschen starben. Auf einem Weihnachtsmarkt in Magdeburg starben im Dezember bei einer Todesfahrt mit einem Auto sechs Menschen. In Aschaffenburg und Solingen gab es 2024 tödliche Messerangriffe auf Passanten. Ein spanischer Tourist wurde im Februar im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals in Berlin von hinten mit einem Messer attackiert und dabei schwer verletzt. Tatverdächtig ist ein junger Syrer.


Bildnachweis: © Dieter Leder/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Aus aller Welt

Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.

weiterlesen...
Polizei ermittelt und sucht Unfallbeteiligte
Mitteilung der Polizei

30-Jähriger von E-Scooter erfasst und verletzt

weiterlesen...

Neueste Artikel

Meckenheim ist liberal, vielfältig und weltoffen
Mitteilung der Stadt Meckenheim

Regenbogenfahne weht am 17. Mai vor dem Rathaus

weiterlesen...
Was man aus dem Fall des Buckelwals «Timmy» lernen kann
Aus aller Welt

Der mehrfach in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist tot und treibt vor der Küste der dänischen Insel Anholt. Was bleibt von dem Wirbel um «Timmy»?

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Was man aus dem Fall des Buckelwals «Timmy» lernen kann
Aus aller Welt

Der mehrfach in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist tot und treibt vor der Küste der dänischen Insel Anholt. Was bleibt von dem Wirbel um «Timmy»?

weiterlesen...
Kongo und Uganda: WHO ruft wegen Ebola-Ausbruchs Alarm aus
Aus aller Welt

Kein Impfstoff, eine heikle Sicherheitslage und Menschen auf Wanderschaft: Warum der aktuelle Ebola-Ausbruch laut WHO ein «außergewöhnliches Ereignis» ist.

weiterlesen...