14. April 2026 / Aus aller Welt

Sieben Festnahmen in Haiti nach tödlicher Massenpanik

Bei einem Vorfall auf einer Festung in Haiti kommen zahlreiche junge Menschen ums Leben. Die Nationalpolizei ermittelt.

Am Wochenende kam es an dieser Zitadelle zu einem tragischen Vorfall. (Archivbild)
Veröffentlicht am 14. April 2026 um 03:03 Uhr

Nach einer Massenpanik mit 25 Todesopfern auf einer historischen Festung in Haiti sind sieben Beamte festgenommen worden. Es handelt sich um fünf Polizisten der Gemeinde Milot und zwei Mitarbeiter des Instituts zum Schutz des nationalen Erbes, die in Gewahrsam sind und vernommen werden, wie die Nationalpolizei des Karibikstaates mitteilte. Was ihnen vorgeworfen wird, wurde zunächst nicht erklärt.

Der tödliche Vorfall ereignete sich am Samstag (Ortszeit) an der Zitadelle Laferrière in Milot im Norden des Landes, die zum Unesco-Weltkulturerbe gehört. Die Festnahmen erfolgten, nachdem eine Spezialeinheit der Kriminalpolizei den Ort im Rahmen der Ermittlungen besucht hatte. 

Vor dem Vorfall hatten sich außergewöhnlich viele junge Menschen, darunter auch Kinder, zu einem Treffen versammelt, das in den sozialen Netzwerken beworben worden sein soll. Als starker Regen einsetzte, brach Medienberichten zufolge Panik aus. 

Die meisten Opfer starben durch Erstickung, wie der Bürgermeister von Milot, Wesner Joseph, laut der Zeitung «Miami Herald», sagte. Die Regierung ordnete eine dreitägige Staatstrauer von Dienstag bis Donnerstag an. Die von ehemaligen Sklaven errichtete Zitadelle gilt als Symbol des Freiheitskampfes gegen die französische Kolonialherrschaft.


Bildnachweis: © Ariana Cubillos/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Kostenlose Einträge in „Hilfen in Meckenheim“ 2026
Aktuell

Für den Spätherbst ist ein neuer Informationsflyer des FSM geplant

weiterlesen...
Kolumbiens Marine beschlagnahmt fast fünf Tonnen Kokain
Aus aller Welt

Zwei Boote, fast fünf Tonnen Kokain und acht Festnahmen: Kolumbiens Marine meldet einen großen Drogenfund. Präsident De La Espriella setzt auf eine härtere Gangart.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Sturm «Isaias» kein Hurrikan mehr - trotzdem Lebensgefahr
Aus aller Welt

In mehreren Bundesstaaten im Süden der USA herrscht nach Ankunft von Sturm «Isaias» Ausnahmezustand. Obwohl dieser an Stärke verloren hat, werden weiterhin deutliche Warnungen ausgesprochen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Sturm «Isaias» kein Hurrikan mehr - trotzdem Lebensgefahr
Aus aller Welt

In mehreren Bundesstaaten im Süden der USA herrscht nach Ankunft von Sturm «Isaias» Ausnahmezustand. Obwohl dieser an Stärke verloren hat, werden weiterhin deutliche Warnungen ausgesprochen.

weiterlesen...
Angst vor der Spritze? Hören Sie Ihre Lieblingsmusik!
Aus aller Welt

Mit der Lieblingsmusik ablenken - das tun viele Menschen in unangenehmen Situationen gern. Auch wenn ein Pieks ansteht, könnte das von Nutzen sein, zeigen Tests.

weiterlesen...