24. Dezember 2025 / Aus aller Welt

Sozialverband: Einsamkeit zu Weihnachten ist schmerzlich

Viele fühlen sich an Weihnachten besonders allein. Warum der Sozialverband mehr Engagement gegen Einsamkeit fordert und welche gesundheitlichen Risiken damit verbunden sind.

Verbandspräsidentin Verena Bentele: Einsamkeit zu Weihnachten ist schmerzlich. (Archivbild)
Veröffentlicht am 24. Dezember 2025 um 07:15 Uhr

Der Sozialverband VdK verlangt mehr Anstrengungen gegen Einsamkeit - nicht nur zu Weihnachten. «Viele Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich regelmäßig oder zumindest zeitweise einsam», sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele der Deutschen Presse-Agentur. «Besonders an Feiertagen wie Weihnachten wird das deutlich.» Wenn viele in Gemeinschaft feierten, erlebten andere den Kontrast zur eigenen Stille umso schmerzlicher. 

Bentele lobte die vielen ehrenamtlichen Initiativen, die während der Feiertage Begegnungen ermöglichten. Kirchen, Kommunen, Vereine und Organisationen laden rund um Weihnachten zu Veranstaltungen ein - zum Beispiel zu Kaffeetafeln. Die Stiftung nebenan.de sprach von rund 2.300 angemeldeten Aktionen für Begegnungen. Aber auch online bieten Einrichtungen Gespräche oder Betreuung an. Telefonisch ist zum Beispiel die Seelsorge zu erreichen.

Was sagen Studien?

Bentele sagte, Einsamkeit sei längst ein gesamtgesellschaftliches Thema geworden. «Doch es braucht diese Aufmerksamkeit nicht nur an Weihnachten, sondern das ganze Jahr über.» Es wäre wünschenswert, wenn sich noch mehr Menschen bei Projekten gegen Einsamkeit engagierten, sagte die Verbandspräsidentin. «Denn Einsamkeit kennt keine Feiertage.»

Das Thema ist in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Laut dem 2024 von der Bundesregierung vorgestellten sogenannten Einsamkeitsbarometer sind Alleinerziehende, Menschen hohen Alters und Migranten besonders betroffen. Aber auch junge Menschen sind Studien zufolge zunehmend einsam.

Untersuchungen zeigen, dass Einsamkeit mit einem höheren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Depressionen, Schlafstörungen und sogar einer verkürzten Lebenserwartung verbunden ist.


Bildnachweis: © Christophe Gateau/dpa
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