2. März 2026 / Aus aller Welt

Spektakel einer Mondfinsternis - mit einem Haken

Am Dienstag verfinstert sich der Mond - allerdings ist das von Deutschland aus nicht zu sehen. Wie kommt es zu einer Mondfinsternis? Und warum schimmert der Erdbegleiter dabei rötlich?

Es wird eine Mondfinsternis erwartet. (Archivbild)
Veröffentlicht am 2. März 2026 um 04:00 Uhr

Spektakel um den Erdtrabanten: Am Dienstag taucht der Mond voll in den Schatten der Erde ein und wird sich rötlich schimmernd am Himmel zeigen. Von 12.04 bis 12.33 Uhr (MEZ) ist dann eine totale Mondfinsternis zu bestaunen, wie der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Uwe Pilz, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Aber nicht in Mitteleuropa: «Da der Mond erst gegen 18 Uhr aufgeht, ist der gesamte Verlauf unbeobachtbar im deutschen Sprachraum.»

Besser seien die Bedingungen auf der gegenüberliegenden Seite der Erde. «Hawaii wäre gut», sagte Pilz. Gut beobachtbar sei das Schauspiel auch im östlichen Russland und in Alaska, weitgehend auch an der nordamerikanischen Pazifik-Küste.

Rotes Licht kommt durch Atmosphäre

Nach deutscher Zeit beginnt die Finsternis demnach um 10.50 Uhr, und der Mond verlässt um 14.17 Uhr den Kernschatten der Erde. Die rötliche Farbe rührt vom gestreuten Licht durch die Erdatmosphäre her. «Der Effekt ist derselbe wie bei rötlichen Sonnenuntergängen», sagte Pilz.

Unsere Lufthülle wirkt nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) wie ein Filter. Der lässt nur das rote Licht geradeaus durch, während die anderen Farben in andere Richtungen abgelenkt werden.

In Deutschland muss man auf das nächste Spektakel noch warten

Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Die von der Sonne angestrahlte Erde wirft wie ein Sonnenschirm einen Schatten in den Weltraum. Wenn der Mond diesen Schatten quert, sieht man eine Mondfinsternis. Liegt der Trabant im vollen Umfang in diesem Schatten, spricht man von einer totalen Finsternis. In Deutschland gibt es die nächste Chance dafür am 31. Dezember 2028.


Bildnachweis: © Jens Büttner/dpa
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