30. Januar 2026 / Aus aller Welt

Sprengstoff auf der A3? Was wir wissen und was nicht

Bei einer Verkehrskontrolle auf der A3 wird mutmaßlich Sprengstoff entdeckt. Was bisher bekannt ist – und welche Fragen offen bleiben.

Die Polizei hat die A3 im Landkreis Regensburg in beide Richtungen gesperrt.
Veröffentlicht am 30. Januar 2026 um 16:21 Uhr

Polizisten kontrollieren nachts in der Oberpfalz in Bayern ein Auto. Was sie entdecken, führt den Polizeiangaben zufolge zu weitreichenden Maßnahmen.

Was wir wissen: 

  • Die Verkehrskontrolle fand am Freitag gegen 2.00 Uhr auf der Autobahn 3 im Bereich der Anschlussstelle Wiesent/Wörth an der Donau statt.
  • Dabei wurde ein Gegenstand entdeckt, bei dem es sich mutmaßlich um Sprengstoff handelte.
  • Der Gegenstand wurde gesprengt, es sei nicht sicher genug gewesen, ihn zu transportieren.
  • Die 28 Jahre alte Fahrerin und ihr 24 Jahre alter Beifahrer sitzen nun in Untersuchungshaft.
  • Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen. Die Teile des gesprengten Gegenstands sollen dort von Experten unter die Lupe genommen werden.
  • Die A3 wurde aus Sicherheitsgründen zeitweise gesperrt: in Fahrtrichtung Passau zwischen Rosenhof und Wiesent, in Fahrtrichtung Nürnberg ab Tiefenthal. Erst gegen Mittag wurde die Strecke wieder komplett freigegeben.

Was wir nicht wissen: 

  • Der Hintergrund des Fundes ist unklar, das LKA prüft aber unter anderem Spuren zur Geldautomatensprenger-Szene. Einen politischen Hintergrund schließen die Ermittler derzeit aus. Es liegen keine Hinweise vor, dass ein terroristischer Zusammenhang besteht. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich nicht um ein Verfahren im Bereich des Staatsschutzes handelt. Unter dem Begriff «Staatsschutz» laufen Ermittlungen zu politisch motivierten Straftaten.
  • Zu den Absichten und möglichen Hintergründen der beiden Festgenommenen gibt es keine bestätigten Informationen.

Bildnachweis: © NEWS5 / Lars Haubner/NEWS5/dpa
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