1. Juni 2026 / Aus aller Welt

Stausee in Spanien: Mutter und Oma sterben bei Kindesrettung

Freude und Trauer liegen oft nah beieinander: Während eines Ausflugs gerät ein Kind in einem Stausee in Spanien in Not. Es wird gerettet - doch der Einsatz entwickelt sich zur Tragödie.

Erste Hinweise deuten auf einen möglichen Einfluss von Strömungen hin. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 1. Juni 2026 um 13:01 Uhr

Zwei Frauen sind in einem Stausee in Spanien bei dem Versuch, einen fünfjährigen Jungen vor dem Ertrinken zu retten, ums Leben gekommen. Bei den beiden Todesopfern handele es sich um die Mutter und die Großmutter des Kindes, teilte der Rettungsdienst der Region Kastilien und León im Nordwesten des Landes mit. Der Junge habe überlebt, hieß es.

Die Tragödie ereignete sich demnach bei einem Familienausflug am sommerlichen Sonntagabend gegen 18.35 Uhr. Die Leichen der Frauen, einer 52- und einer 32-Jährigen, seien aus dem Stausee Baños de Cerrato in der Provinz Palencia rund 200 Kilometer nördlich von Madrid geborgen worden.

Das Kind, das laut Zeugen mit einem Bodyboard nah am Ufer des Stausees gespielt hatte, als es in Not geriet, wurde nach Angaben der Einsatzkräfte von Anglern in der Nähe eines Baumstamms gerettet. Es wurde bei Bewusstsein in ein Krankenhaus in Palencia gebracht.

Ermittlungen aufgenommen

Ein weiterer Familienangehöriger wurde wegen eines schweren Schockzustands medizinisch versorgt und ebenfalls in eine Klinik gebracht, berichteten die Nachrichtenagentur Europa Press und weitere Medien unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Die Polizeieinheit Guardia Civil (Zivilgarde) ermittele zur genauen Unfallursache, hieß es.

Ein Vertreter des zuständigen spanischen Innenministeriums in der Region, Eduardo Santiago, erklärte am Montag, erste Hinweise deuteten auf einen möglichen Einfluss von Strömungen hin. Die Gegend habe einen leichten Zugang zum Wasser und werde häufig von Badegästen besucht, obwohl es sich nicht um einen offiziell zum Baden freigegebenen Strand handele.


Bildnachweis: © Diego Radamés/EUROPA PRESS/dpa
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