12. März 2026 / Aus aller Welt

Steinmeier für Social-Media-Verbot für Kinder

Die Frage nach einem möglichen Social-Media-Verbot beschäftigt die Politik. Der Bundespräsident bezieht nun klar Position. Ein «mehr Medienkompetenz» überzeuge ihn nicht mehr.

Steinmeier findet ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren sinnvoll. (Archivbild)
Veröffentlicht am 12. März 2026 um 13:16 Uhr

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht sich für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren aus. Auf die Frage, ob er eher für ein solches Verbot sei, antwortete Steinmeier im Interview der «Zeit»: «Unterhalb von 14 Jahren, ja.» Und betonte: «Wir müssen einfach sehen: Die Regellosigkeit führt zu Gefährdungen für das soziale Miteinander und auch – davon bin ich überzeugt – zu Gefährdungen der Demokratie.» Das gelte besonders für Kinder und Jugendliche, die mit Inhalten wie Gewaltdarstellungen, Pornografie oder Manipulationen konfrontiert würden, die ihre Persönlichkeitsentwicklung belasteten. 

Er wisse um Experten, die sagten: «Lasst bloß die Finger vom Verbot. Aber ehrlich gesagt überzeugt mich die Empfehlung "mehr Medienkompetenz" heute nicht mehr.» Dafür seien die Gefahren für Kinder und Jugendliche zu groß, so Steinmeier. «Und wir dürfen die Eltern und Lehrer nicht alleinlassen mit dieser riesigen Verantwortung.»

Die Debatte über Verbote und Beschränkungen läuft auch in Deutschland immer stärker, seit Australien im Dezember als erstes Land ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige eingeführt hat. Die CDU hatte auf ihrem Parteitag im Februar beschlossen, ein Mindestalter von 14 Jahren für soziale Medien wie TikTok und Instagram zum Schutz von Kindern und Jugendlichen einführen zu wollen.


Bildnachweis: © Christoph Schmidt/dpa
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