2. April 2026 / Aus aller Welt

Studie: Hühner genießen menschliche Zuwendung

Eine Studie zeigt, dass junge Küken menschliche Nähe suchen – und Streicheleinheiten offenbar genießen.

Einer Studie zufolge profitieren Hühner von menschlichen Berührungen. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 2. April 2026 um 04:30 Uhr

Nicht nur Katzen und Hunde genießen Streicheleinheiten: Einer britischen Studie zufolge mögen auch Hühner ähnlich wie Haustiere menschliche Zuwendung. Forschende der Universität Bristol berichten im Fachjournal «Animal Welfare», dass sanfte Interaktionen mit Menschen bei Hühnerküken positive Emotionen auslösen.

Dass sich Zuwendung von Menschen positiv auf den Stresspegel von Nutztieren im jungen Alter auswirkt, wusste man der Studie zufolge bereits. Bislang war demnach allerdings unklar, ob Berührungen tatsächlich als angenehm empfunden werden. «Unsere Ergebnisse zeigen, dass sanfter menschlicher Kontakt positive Emotionen bei jungen Küken auslösen kann», wird Studienleiter Ben Lecorps in einer Mitteilung der Universität zitiert. 

Bei der Studie konnten 20 Küken von Legehennen zwischen zwei jeweils mit einem Farbsignal markierten Kammern wählen. In dem einen Bereich erfuhren die Hühner sanfte Interaktionen mit Menschen - etwa Streicheln und leises Zureden. In der anderen Kammer dagegen war zwar auch ein Mensch anwesend, der verhielt sich jedoch still und neutral. 

Nach mehreren Durchgängen zeigte sich im zweiten Teil der Studie dann, dass die Küken jene Kammer bevorzugten, in der sie Zuwendung bekommen hatten. Dies belege eine positive Verknüpfung mit dieser Erfahrung, folgert das Team.

Das bedeute allerdings nicht, dass die Küken den neutralen Bereich ohne Interaktion meiden würden. Vielmehr deute das Verhalten darauf hin, dass eine Umgebung mit angenehmem menschlichem Kontakt anziehend wirke. «Die Studie belegt, wie ein einfacher, ruhiger Umgang das Potenzial hat, die Mensch-Tier-Beziehung von einer angstauslösenden zu einer positiven Beziehung zu gestalten und damit das Wohlergehen der Küken zu verbessern», erklärt Studienleiter Lecorps.


Bildnachweis: © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
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