3. Mai 2026 / Aus aller Welt

Sturm und Schnee statt Sonne – Griechenland friert im Mai

Griechenland erlebt den kältesten Mai-Beginn seit Jahrzehnten. Schnee und Sturm überraschen Einheimische und Touristen – doch für die Landwirtschaft bringt das Wetter auch Vorteile.

Die niedrigen Temperaturen überraschten zahlreiche Touristen, die eigentlich mit frühsommerlichem Wetter gerechnet hatten. (Archivfoto)
Veröffentlicht am 3. Mai 2026 um 11:26 Uhr

Eine ungewöhnliche Kältewelle hat Griechenland Anfang Mai fest im Griff. Statt frühlingshafter Temperaturen sorgt eine «Kaltluft-Invasion», wie Meteorologen in griechischen Medien berichten, für ein winterliches Bild in vielen Regionen des Landes. Kräftige Regenfälle und stürmische Winde – insbesondere in der Ägäis mit Böen von bis zu 88 Kilometern pro Stunde – bestimmten das Wetter. Es handle sich um den kältesten Start in den Mai seit Jahrzehnten, sagte die Meteorologin Anastasia Tyraski im Rundfunk.

In den Bergen rund um Athen, auf der Peloponnes und auch auf Kreta fiel Schnee, örtlich auch Hagel, berichten Reporter. Die niedrigen Temperaturen überraschten zahlreiche Touristen, die eigentlich mit frühsommerlichem Wetter gerechnet hatten. «Es ist deutlich kälter als bei uns», sagte eine Urlauberin aus Norwegen im griechischen Fernsehen. Das kretische Nachrichtenportal «neakriti.gr» veröffentlichte zudem Videos und Fotos von Hagel sowie Blitz und Donner im Raum der Hafenstadt Heraklion.

 

Regen bringt Entlastung für die Landwirtschaft

Für die Landwirtschaft hat das Wetter jedoch auch positive Seiten: Nach einer langen Dürreperiode sind die Regen- und Schneefälle willkommen, viele Wasserspeicher haben sich wieder gefüllt, wie Vertreter von Agrarverbänden erklärten.

Meteorologen geben bereits Entwarnung: Ab Montag soll sich das Wetter deutlich bessern. Die Temperaturen steigen im Laufe der Woche spürbar an und könnten örtlich wieder über 27 Grad erreichen – ein schneller Wechsel zurück zum Frühling.


Bildnachweis: © Thanassis Stavrakis/AP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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