28. Mai 2026 / Aus aller Welt

Toter Buckelwal wird auf dänischer Urlaubsinsel obduziert

Der als «Timmy» bekannte tote Buckelwal liegt weiter vor der dänischen Insel Anholt. Der Transport in einen Hafen scheiterte. Jetzt soll der Kadaver direkt am Strand untersucht werden.

Seit rund zwei Wochen liegt der Kadaver aufgebläht am Strand von Anholt.
Veröffentlicht am 28. Mai 2026 um 12:51 Uhr

Der Kadaver des als «Timmy» bekannten Buckelwals bleibt nun doch auf der dänischen Insel Anholt und wird direkt am Strand untersucht. Dort liegt das Tier seit rund zwei Wochen im flachen Wasser. «Der Wal wird im Laufe dieses Wochenendes an Land gezogen», teilte Jane Hansen von der dänischen Umweltbehörde mit. Wissenschaftliche Untersuchungen und die Entsorgung des Kadavers sollen demnach Ende kommender Woche stattfinden. 

Zunächst hatten die Dänen versucht, den von Fäulnisgasen aufgeblähten Wal in tieferes Gewässer zu ziehen, um ihn anschließend in einen Hafen zu bringen. Der Versuch war letzte Woche aber gescheitert. «Das Wetter war nicht günstig für einen Transport in den Hafen von Grenaa, und der Wal hat sich bewegt und liegt nun noch näher am Land», so Hansen. «Gleichzeitig stört der Wal weiter sehr am Strand und muss deshalb entfernt werden.»

Anwohner und Badegäste rief die Umweltbehörde erneut auf, sich von dem Tier fernzuhalten. Der Bereich rund um den Wal werde abgesperrt. «Es ist wichtig, dass das respektiert wird, denn es besteht weiter Ansteckungsgefahr», so die Behörde. 

Der ehemals am Wal befestigte Sender soll unterdessen nach Angaben von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltministerium demnächst ausgewertet werden. «Der Tracker wird gerade aus Dänemark abgeholt und dann an uns ausgehändigt», schrieb ein Ministeriumssprecher auf Anfrage. «Anschließend sollen die Daten ausgewertet werden.» Wie lange das dauern werde, sei unklar.

Das Tier hatte lange vor der mecklenburgischen Küste gelegen. Geduldet vom Landesumweltministerium hatte eine private Initiative das mehrfach gestrandete Tier abtransportiert und im Meer freigesetzt. Der Sender hatte laut Initiative keine Ortungssignale geliefert. Das Ministerium hofft früheren Angaben zufolge, durch die Analyse des Senders mehr über das Schicksal des Tieres nach der Freisetzung zu erfahren.


Bildnachweis: © Marcus Golejewski/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Sonnenfinsternis begeistert in Spanien und Deutschland
Aus aller Welt

Ausgebuchte Hotels, Straßensperrungen und ein Hype um Balkone: Ein spektakuläres Naturschauspiel versetzt Spanien in den Ausnahmezustand. Auch in Deutschland blicken Millionen gebannt zum Himmel.

weiterlesen...
Hurrikan «Lala» vor Hawaii: Zehntausende ohne Strom
Aus aller Welt

Hurrikan «Lala» zieht dicht an Big Island vorbei. Zehntausende sind ohne Strom, Straßen sind überflutet. Auch Maui und Oahu müssen sich auf Sturm und Starkregen einstellen.

weiterlesen...
Polizei-Mobil in Meckenheim
Mitteilung der Polizei

Kriminalpolizei berät vor Ort

weiterlesen...

Neueste Artikel

Kino ohne Strom
Mitteilung der Stadt Meckenheim

Kamishibai-Lesung für Kinder in der Bücherbrücke am Standort Meckenheim

weiterlesen...
Das Repaircafé zieht um!
Aktuell

MaachEtWidderJanz an neuem Ort

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

All You Need Is A Beatles Song: Wie Forscher Hits nutzen
Aus aller Welt

Beatles-Songs finden sich nicht nur in unzähligen Playlists, sondern auch in Tausenden Fachartikeln – von Long Covid bis Patentrecht. Warum Forscher auf Popkultur setzen.

weiterlesen...
Wer bekommt ein Wiesnzelt? Gericht prüft Zulassungsregeln
Aus aller Welt

Kurz vor Beginn des Münchner Oktoberfestes brodelt der Streit um die Zukunft der Wiesn. Wer darf dort künftig sein Bierzelt aufstellen? Mit dieser Frage befasst sich nun die Justiz.

weiterlesen...