5. April 2026 / Aus aller Welt

Toter nach Polizeischüssen - Was wir wissen und was nicht

Nach einer Verfolgungsfahrt in Saarbrücken stirbt ein 22-Jähriger. Polizisten hatten auf das Auto Schüsse abgefeuert. Was bisher bekannt ist – und welche Fragen bislang offenbleiben.

Ein 22-Jähriger ist in der Nacht bei dem Einsatz gestorben.
Veröffentlicht am 5. April 2026 um 19:59 Uhr

Bei einer Verfolgungsfahrt in Saarbrücken ist ein 22-Jähriger durch Polizeischüsse verletzt worden und danach gestorben. Das bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Doch noch sind viele Fragen offen. 

Was wir wissen:

  • Toter: Der 22 Jahre alte Mann wurde durch Polizeischüsse verletzt und starb. Er saß am Steuer des verfolgten Wagens. 
  • Verletzte: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll in einer Sackgasse eine Polizeibeamtin «bei einem Wendeversuch des verfolgten Fahrzeuges» verletzt worden sein. Ein 19-Jähriger, der im Auto hinten saß, wurde demnach durch die Schüsse verletzt und medizinisch versorgt.
  • Menschen im Auto: Neben dem 22-Jährigen und dem 19-Jährigen saß noch ein 23-Jähriger auf dem Beifahrersitz. Er blieb unverletzt.
  • Ort und Zeit: Es soll in «den Bereichen Dudweiler und Herrensohr» gegen 1 Uhr in der Nacht zu einer Verfolgungsfahrt gekommen sein. 
  • Ablauf: Das Fahrzeug soll sich einer Kontrolle entzogen haben, dann sei es zur Verfolgungsfahrt gekommen. Nach dem Wendeversuch in der Sackgasse sollen auf das erneut flüchtende Fahrzeug die Polizeischüsse abgegeben worden sein.
  • Es gab keine Festnahmen. 

Was wir nicht wissen:

  • Tödliche Verletzungen: Nicht mitgeteilt wurde, wie der 22-Jährige von den Schüssen tödlich verletzt wurde, etwa wo er getroffen wurde und ob mehrere Schüsse ihn trafen.
  • Schwere der Verletzungen: Die Staatsanwaltschaft machte keine Angaben dazu, wie schwer der 19-Jährige verletzt wurde. Er sei medizinisch versorgt worden. 
  • Polizistin: Die Staatsanwaltschaft teilte am Sonntagmittag mit, die verletzte Polizistin habe aus dem Krankenhaus entlassen werden können. Unklar ist noch, wo sie sich bei dem Wendemanöver genau befand und welcher Art ihre Verletzung war.
  • Schüsse: Wie viele Polizistinnen und Polizisten geschossen haben, ist nicht bekannt. Auch, wie viele Schüsse insgesamt abgefeuert wurden, teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit. 
  • Grund der Kontrolle: Warum das Auto und die Menschen darin kontrolliert werden sollten, wurde zunächst nicht bekannt.

Bildnachweis: © Kevin Schößler/dpa
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