5. November 2025 / Aus aller Welt

Trump will Musk-Vertrauten Isaacman nun doch als Nasa-Chef

Erst ja, dann nein – und jetzt wieder ja: Der Milliardär und Weltraumtourist Jared Isaacman soll jetzt doch Leiter der Raumfahrtbehörde werden. Steckt Tauwetter zwischen Trump und Musk dahinter?

Der Musk-Vertraue Isaacman war schon einmal im Gespräch für den Chefposten der Nasa, doch dann kam es zum Zerwürfnis zwischen Trump und dem Tech-Milliardär. (Archivbild).
Veröffentlicht am 5. November 2025 um 08:11 Uhr

US-Präsident Donald Trump will nun doch Jared Isaacman, einen Vertrauten von Tech-Milliardär Elon Musk, zum Chef der US-Weltraumbehörde Nasa machen. Er habe den 42-Jährigen für den Posten nominiert, schrieb Trump am Dienstagabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Wann genau Isaacman offiziell bestätigt werden soll und den derzeitigen Interimschef, Verkehrsminister Sean Duffy, ablösen wird, blieb offen.

Bereits im Dezember 2024 hatte Trump den Milliardär und Weltraum-Touristen Isaacman als Nasa-Chef vorgeschlagen. Im Streit mit Musk hatte Trump die Nominierung dann aber Ende Mai wieder zurückgezogen – kurz bevor der US-Senat darüber abstimmen sollte, wie die «New York Times» schreibt. Stattdessen leitet Duffy nun seit Juli übergangsweise die Nasa. 

Was genau Trump zu der neuen Kehrtwende bewog, ist nicht bekannt. Zuletzt soll sich das Verhältnis zwischen ihm und Musk etwas entspannt haben. Im September sprachen Trump und Musk bei der Trauerfeier für den getöteten rechten Aktivisten Charlie Kirk miteinander. Seitdem habe er ab und an ein wenig Kontakt zu Musk gehabt, «nichts Großes», sagte Trump Ende Oktober vor Journalisten während seiner Asien-Reise. 

«Jareds Leidenschaft für die Raumfahrt und sein Engagement, die Grenzen der Erforschung zu erweitern, die Geheimnisse des Universums zu entschlüsseln und die neue Weltraumwirtschaft voranzutreiben, machen ihn zu einem idealen Kandidaten, die Nasa in eine kühne neue Ära zu führen», schrieb Trump in seinem Post zur Nominierung Isaacmans weiter. Isaacman seinerseits bedankte sich in einem Post auf der Plattform X und schrieb: «Es wird mir eine Ehre sein, meinem Land unter Ihrer Führung zu dienen. Mein Dank gilt auch @SecDuffy, der die Nasa neben seinen vielen anderen Aufgaben so kompetent leitet.»

Erbitterter Schlagabtausch zwischen Trump und Musk im Frühjahr 

Musk hatte im vergangenen Jahr mehr als 250 Millionen Dollar für Trumps Wahlkampf gespendet. In den ersten Monaten von Trumps Amtszeit wurde er zu einem engen Vertrauten des Präsidenten, leitete einen rigiden Sparkurs für die Verwaltung und war auch immer wieder im Weißen Haus zu sehen.

Im Frühsommer kam es dann zum Zerwürfnis nach einem zum Teil öffentlich ausgetragenen Streit um ein von Trump vorangetriebenes Haushaltsgesetz. Musk behauptete unter anderem, dass Trump es ohne seine Unterstützung nicht ins Weiße Haus geschafft hätte, und brachte den Präsidenten mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung. Später schrieb Musk, er sei bei einigen seiner Äußerungen zu weit gegangen.


Bildnachweis: © John Raoux/AP/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Meckenheimer Blütenfest 2026
Veranstaltung

Ein vielfältiges Programm voller Aktionen und Attraktionen für die ganze Familie

weiterlesen...
Hilfskonzept für Wal soll überarbeitet werden – vieles offen
Aus aller Welt

Nach der erneuten Strandung des Buckelwals vor Poel ist das bisherige Rettungskonzept überholt. Wie es weitergeht, bleibt offen.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Müllabfuhr verschiebt sich im Mai und Juni nach den Feiertagen
Mitteilung der RSAG

Im gesamten Rhein-Sieg-Kreis kommt es im Mai und Juni 2026 aufgrund der Feiertage zu Verschiebungen bei der Müllabfuhr

weiterlesen...
Läufer Saatçi erreicht nach 123 Stunden Ziel in Kalifornien
Aus aller Welt

600 Kilometer in 96 Stunden - das hat Läufer Arda Saatçi zwar nicht geschafft. Im Ziel in Los Angeles ist er nun aber trotzdem angekommen und löste damit auch ein Muttertagsversprechen ein.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Läufer Saatçi erreicht nach 123 Stunden Ziel in Kalifornien
Aus aller Welt

600 Kilometer in 96 Stunden - das hat Läufer Arda Saatçi zwar nicht geschafft. Im Ziel in Los Angeles ist er nun aber trotzdem angekommen und löste damit auch ein Muttertagsversprechen ein.

weiterlesen...
Deutsche «Hondius»-Passagiere auf dem Weg nach Frankfurt
Aus aller Welt

Vier deutsche Passagiere der «Hondius» werden nach dem Hantavirus-Ausbruch per Sondertransport nach Frankfurt gebracht. Dort folgt die Weiterreise in die Quarantäne.

weiterlesen...