19. April 2026 / Aus aller Welt

Ukraine: Chef der Patrouillenpolizei reicht Rücktritt ein

Ein Mann erschoss in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mehrere Menschen. Statt zu helfen, laufen Polizisten davon. Nun zieht der Chef der Patrouillenpolizei des Landes daraus die Konsequenzen.

Nicht alle Polizisten schützten Zivilisten bei einer Schießerei in der ukrainischen Hauptstadt Kiew. (Archivbild)
Veröffentlicht am 19. April 2026 um 16:42 Uhr

Nach dem Davonlaufen zweier Polizisten bei einer Schießerei hat der Chef der ukrainischen Patrouillenpolizei, Jewhenij Schukow, die Verantwortung übernommen. «Als kampferfahrener Offizier habe ich beschlossen, meinen Rücktritt von meinem derzeitigen Amt einzureichen. Ich halte das für richtig», sagte der Polizeigeneral bei einer Pressekonferenz in Kiew. Die beiden Streifenpolizisten haben ihm zufolge «unprofessionell und unwürdig» gehandelt. Es sei ein «sehr beschämender Vorfall». 

Tags zuvor hatte ein Mann in der ukrainischen Hauptstadt Kiew sechs Menschen erschossen und mehr als ein Dutzend verletzt. Zwei herbeigerufene Polizisten ließen nach Schüssen unbewaffnete Zivilisten im Stich: gegen sie wird dienstlich ermittelt. Eine Antiterroreinheit erschoss den Täter. Die Behörden stufen die Tat als Terroranschlag ein. Das Motiv des 58-jährigen Todesschützen ist bisher ungeklärt. Die Tatwaffe besaß er legal.


Bildnachweis: © Dan Bashakov/AP/dpa
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