22. Februar 2025 / Aus aller Welt

Unbekannte brechen nachts in alten Bergbaustollen ein

Zwei Männer brechen eine Tür auf und betreten einen fast 280 Jahre alten Stollen eines Besucherbergwerks. Der Trägerverein ist entsetzt und ruft die Feuerwehr.

Nach einem Einbruch von zwei Unbekannten in ein Besucherbergwerk haben aus Sicherheitsgründen Feuerwehrleute den Stollen abgesucht - und niemanden mehr angetroffen.
Veröffentlicht am 22. Februar 2025 um 15:58 Uhr

Ein Einbruch von zwei Unbekannten in ein Besucherbergwerk im nordrhein-westfälischen Sprockhövel hat Polizei und Feuerwehr auf den Plan gerufen. Eine Überwachungskamera hatte am frühen Samstagmorgen zwei Männer in einem begehbaren Stollen gefilmt, wie Dennis Lambrecht vom Trägerverein berichtete. Als dies am Vormittag bekannt wurde, suchten Polizisten und Feuerwehrleute aus Sicherheitsgründen den Stollen ab, fanden aber niemanden mehr. Die «Bild»-Zeitung hatte zuerst über den Einbruch berichtet.

Laut Lambrecht wurden am Eingangtor eine Kette und zwei Schlösser zerstört. Der Verein geht bislang davon aus, dass im Besucherbergwerk selbst nichts entwendet oder zerstört wurde. Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs.

Stollen wurde 1746 angelegt

«Man muss nichts aufbrechen, um bei uns reingehen zu dürfen», kommentierte Lambrecht die Tat und verwies auf das Führungsprogramm des ehrenamtlich organisierten Vereins. 

Der begehbare Stollen trägt den Namen «Stock und Scherenberger Erbstollen». Er wurde 1746 angelegt und ist aktuell auf einer Länge von rund 700 Metern begehbar. Bei einem Erbstollen handelt es sich um einen unterirdischen Entwässerungskanal, der in früheren Zeiten das darüberliegende Gestein entwässern sollte, um dort Steinkohle abbauen zu können. Der Erbstollen in Sprockhövel führt immer noch Wasser.


Bildnachweis: © Christoph Reichwein/dpa
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