US-Präsident Donald Trumps Regierung rät künftig zu deutlich weniger Impfungen für Kinder als bislang. Die Impfempfehlung solle nur noch für die elf «schwerwiegendsten und gefährlichsten Krankheiten» gelten, teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. «Eltern können ihren Kindern weiterhin alle Impfungen verabreichen lassen, falls gewünscht», schrieb Trump weiter. Die Kosten dafür würden weiter von den Krankenkassen übernommen. Bis Ende 2024 waren laut Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC noch 17 Immunisierungen für Kinder vorgesehen. Zu den Impfungen, die nun nicht mehr allgemein empfohlen werden, gehören jene für Rotaviren, Hepatitis A, Hepatitis B, RSV-Infektionen, Meningokokken B und Meningokokken ACWY. Das ging aus einer Übersicht der US-Gesundheitsbehörde CDC hervor. Trumps Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. steht Impfungen sehr skeptisch gegenüber. Die Überarbeitung der Impfempfehlungen für Kinder war bereits Anfang Dezember angekündigt worden. Die Empfehlungen sollten dabei mit denen anderer Industrieländer verglichen werden. Zur Begründung hieß es, mit Impfungen gegen so viele Krankheiten nähmen die USA eine «Sonderstellung» im Vergleich zu anderen Industrienationen ein. Deutschland sehe Impfungen gegen 15 Krankheiten vor, in Dänemark seien es nur zehn. Tatsächlich listet das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite Impfungen gegen 14 Infektionskrankheiten und Erreger. Der US-Berufsverband der Kinderärzte (AAP) kritisierte die neuen, eingedampften Impfempfehlungen als «gefährlich und unnötig». Weiter hieß es: «Die Vereinigten Staaten sind nicht Dänemark, und es gibt keinen Grund, den dänischen Impfplan den amerikanischen Familien aufzuzwingen.» Die Krankheitsrisiken und Gesundheitssysteme beider Länder würden sich «erheblich» voneinander unterscheiden. Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag mitteilte, wurden bei der jüngsten Neubewertung 20 «vergleichbare Industrieländer» herangezogen. Weiterhin empfiehlt die Behörde nun noch in den USA Impfungen gegen: Eltern könnten jederzeit mit ihren Kinderärzten über mögliche weitere Impfungen sprechen, hieß es.Ankündigung zur Überarbeitung bereits vor einem Monat
US-Gesundheitsbehörde: Impfpläne von 20 Ländern verglichen
Bildnachweis: © Markus Scholz/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
US-Regierung senkt Zahl der für Kinder empfohlenen Impfungen
Der Gesundheitsminister ist ein Impfskeptiker. Das hat konkrete Folgen. Die neuen Impfempfehlungen orientierten sich an anderen entwickelten Ländern, heißt es. Welche Impfungen könnten nun ausfallen?
Meistgelesene Artikel
- 12. August 2026
Sonnenfinsternis begeistert in Spanien und Deutschland
Ausgebuchte Hotels, Straßensperrungen und ein Hype um Balkone: Ein spektakuläres Naturschauspiel versetzt Spanien in den Ausnahmezustand. Auch in Deutschland blicken Millionen gebannt zum Himmel.
- 10. August 2026
Sonnenfinsternis - Wo könnte es noch Schutzbrillen geben?
Am Mittwoch sollen bis zu 90 Prozent der Sonne verschwinden. Wer das Schauspiel beobachten will, braucht speziellen Augenschutz. Doch wo könnte es jetzt noch die passende «SoFi-Brille» geben?
- 16. August 2026
Hurrikan «Lala» vor Hawaii: Zehntausende ohne Strom
Hurrikan «Lala» zieht dicht an Big Island vorbei. Zehntausende sind ohne Strom, Straßen sind überflutet. Auch Maui und Oahu müssen sich auf Sturm und Starkregen einstellen.
Neueste Artikel
- 8. September 2026
Mitarbeiterinnen abgezogen: Eiffelturm nach Streik geöffnet
Nach dem Abzug weiblichen Personals für eine religiöse Delegation blieb der Eiffelturm aus Protest geschlossen. Die Betreiber räumen einen Fehler ein und wollen eine Wiederholung verhindern.
- 8. September 2026
Rund 16.000 Hitzetote in diesem Jahr – und nun?
Mindestens 16.000 Menschen sind hitzebedingt in diesem Jahr in Deutschland gestorben. Experten erklären, warum viele Todesfälle unentdeckt bleiben – und wie sie verhindert werden könnten.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 8. September 2026
Mitarbeiterinnen abgezogen: Eiffelturm nach Streik geöffnet
Nach dem Abzug weiblichen Personals für eine religiöse Delegation blieb der Eiffelturm aus Protest geschlossen. Die Betreiber räumen einen Fehler ein und wollen eine Wiederholung verhindern.
- 8. September 2026
Rund 16.000 Hitzetote in diesem Jahr – und nun?
Mindestens 16.000 Menschen sind hitzebedingt in diesem Jahr in Deutschland gestorben. Experten erklären, warum viele Todesfälle unentdeckt bleiben – und wie sie verhindert werden könnten.

