27. Februar 2026 / Aus aller Welt

Vermisste belgische Backpackerin in Australien identifiziert

Drei Jahre zwischen Hoffen und Bangen – nun die traurige Gewissheit: Auf Tasmanien entdeckte Überreste stammen wohl von einer vermissten belgischen Touristin. Wie reagiert die Familie?

Einsatzkräfte suchten 2023 die dichten Wälder Tasmaniens nach der 31-Jährigen ab. (Archivbild)
Veröffentlicht am 27. Februar 2026 um 05:55 Uhr

Fast drei Jahre nach dem Verschwinden einer belgischen Backpackerin auf der australischen Insel Tasmanien hat die Polizei menschliche Überreste «vorläufig» als die der damals 31-Jährigen identifiziert. Untersuchungen von Experten hätten überzeugende Hinweise geliefert, dass es sich um die Vermisste handele, sagte Polizeisprecher Nathan Johnston.

Die Familie der jungen Frau teilte mit, nach «fast drei Jahren endlosen Wartens» gebe es endlich Gewissheit. Die Bestätigung - unter anderem mittels DNA-Tests und zahnmedizinischer Gutachten - bringe zwar großen Schmerz, aber auch Erleichterung, schrieb ihre Schwester in sozialen Netzwerken. Nun könne Celine «in Frieden ruhen». Gleichzeitig dankte die Schwester allen Beteiligten für ihre unermüdliche Suche.

Celine Cremer war im Juni 2023 bei einer Wanderung zu den Philosopher Falls im abgelegenen Nordwesten Tasmaniens verschwunden. Ihr Mietwagen war damals am Ausgangspunkt des Wanderwegs entdeckt worden, von ihr selbst fehlte jede Spur. 

Hatte die Vermisste sich im Busch verirrt?

Rettungskräfte suchten tagelang unter schwierigen Bedingungen nach der allein reisenden Touristin - vergeblich. Dichte Vegetation, unwegsames Gelände und wechselhaftes Wetter erschwerten den Einsatz.

Schon kurz nach ihrem Verschwinden hatten Ermittler befürchtet, dass die Frau sich in der Wildnis verirrt haben könnte. Experten warnten, dass selbst erfahrene Wanderer in den abgelegenen Wäldern Tasmaniens leicht die Orientierung verlieren könnten. Damals hieß es auch, sie sei wahrscheinlich nur mit sehr leichter Ausrüstung unterwegs gewesen. 

Neue Spur erst Ende 2025

Im vergangenen Dezember hatte eine private Suchaktion schließlich neue Hinweise gebracht: Dabei wurde ihr Mobiltelefon entdeckt. Wenig später wurden am Arthur River unterhalb des Wasserfalls unter anderem Knochen, Zähne und ein Autoschlüssel gefunden. Die Polizei dankte den zahlreichen Rettungskräften, Partnern und Freiwilligen, die sich über Jahre an der Suche beteiligt hatten.

Tasmanien liegt südlich des australischen Festlands und ist für seine spektakuläre, aber teils schwer zugängliche Wildnis bekannt.


Bildnachweis: © Supplied/TASMANIA POLICE/AAP/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Teil von SpaceX-Rakete könnte ungeplant auf Mond aufschlagen
Aus aller Welt

Vor rund vier Jahren war erstmals eine ungeplante Kollision eines Raketenteils mit dem Mond bekanntgeworden. Im August soll es Wissenschaftlern zufolge einen ähnlichen Vorfall geben.

weiterlesen...
Großer Waldbrand bei Madrid außer Kontrolle
Aus aller Welt

Nordöstlich von Madrid hat ein Waldbrand bei Guadalajara bereits Tausende Hektar verbrannt. Allein in einer Nacht fraßen sich die Flammen 14 Kilometer voran. Woanders gab es hingegen gute Nachrichten.

weiterlesen...
Tschechien bringt Handyverbot an Schulen auf den Weg
Aus aller Welt

Ab September 2027 sollen in Tschechien Smartphones und Smartwatches aus den Klassenzimmern verschwinden. Kritiker halten das für Populismus - und warnen vor Frust bei den Schülern.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Aus aller Welt

Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an die Häuser heran – jetzt dürfen die Menschen zurück. Der Landrat des Kreises Düren gab am Abend seine Zustimmung.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Aus aller Welt

Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Bewohner kehren nach Waldbrand in Hürtgenwald zurück
Aus aller Welt

Die Flammen rückten bis auf 250 Meter an die Häuser heran – jetzt dürfen die Menschen zurück. Der Landrat des Kreises Düren gab am Abend seine Zustimmung.

weiterlesen...
Brand im Hohen Venn: Monschau bereitet Evakuierungen vor
Aus aller Welt

Monschau bereitet sich auf die mögliche Evakuierung wegen eines Waldbrandes auf belgischer Seite vor. Die deutsche Stadt in Grenznähe plant Notunterkünfte. Im Hürtgenwald entspannt sich die Lage.

weiterlesen...