29. Mai 2025 / Aus aller Welt

Verurteilter schenkt Justizministerium Bitcoin-Schatz

Ein verurteilter Straftäter gibt dem tschechischen Staat Bitcoin im Wert von umgerechnet knapp 40 Millionen Euro. Doch woher kommt das Vermögen? Einem Medienbericht zufolge ermittelt die Polizei.

Eine Bitcoin-Münze liegt auf einem Tisch. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 29. Mai 2025 um 15:29 Uhr

Das tschechische Justizministerium hat ein ungewöhnliches Geschenk erhalten: Ein verurteilter Straftäter habe dem Ressort genau 468,468 Bitcoin überlassen, teilte ein Sprecher am Donnerstag in Prag mit. Die Kryptowährung sei versteigert und dabei ein Erlös von umgerechnet fast 40 Millionen Euro erzielt worden. Die Gelder sollen demnach für einen guten Zweck, etwa zur Hilfe von Kriminalitätsopfern und für die Ausstattung der Gefängnisse eingesetzt werden. 

Woher kommt das Geld? 

Doch gibt es Zweifel an der Transaktion. Wie die Zeitung «Denik N» berichtet, hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Der Verdacht laute auf Geldwäsche, also die Legalisierung von Geldern aus kriminellen Aktivitäten. Bei dem großzügigen Schenker handele es sich um einen Mann, der in der Vergangenheit einen illegalen Darknet-Markt für Drogen und Medikamente betrieben habe. Er habe dafür eine vierjährige Haftstrafe abgesessen.

Eine besondere Form der Buße? 

Justizminister Pavel Blazek wies die Kritik zurück. «Warum sollte ein verurteilter Mensch dem Staat nichts schenken dürfen, etwa als eine Form von Buße?», sagte der Politiker der Demokratischen Bürgerpartei (ODS) von Regierungschef Petr Fiala. Er sehe darin kein ethisches Dilemma. Blazek betonte, dass er den Gönner persönlich nicht kenne, wohl aber dessen Anwalt - so wie Hunderte andere Anwälte auch.


Bildnachweis: © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
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