4. April 2026 / Aus aller Welt

Jahrelang vermisster Rucksack-Tourist für tot erklärt

Seit dem Sommer 2022 wird ein junger Mann aus Niedersachsen vermisst, der auf den kanarischen Inseln gewandert ist. Nun steht fest: Der damals 23 Jahre alte Mann ist auf Teneriffa tödlich verunglückt.

Seit Sommer 2022 wurde ein junger Backpacker aus Niedersachsen auf Teneriffa vermisst, der dort zum Wandern war - nun wurde sein Tod bestätigt. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 4. April 2026 um 21:30 Uhr

Mehr als drei Jahre nach dem Verschwinden eines jungen Mannes aus Niedersachsen auf den kanarischen Inseln steht nun dessen Tod fest. Wie der Anwalt der Familie auf Anfrage bestätigte, teilten die spanischen Behörden der zuständigen Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg mit, dass die Leiche des Vermissten in einer Schlucht auf der Insel Teneriffa von einem Jäger gefunden wurde. Zuvor hatte die Lokalzeitung «Die Harke» berichtet und sich auf einen Instagram-Post der Familie berufen.

Die Ungewissheit habe die Familie viel Kraft gekostet, zitiert die Zeitung aus dem Instagram-Post. «Nun haben wir Gewissheit und können beginnen, Abschied zu nehmen.» Die Familie danke allen, die bei der Suche nach dem Vermissten geholfen oder der Familie beigestanden habe. Die Familie bat darum, von Anfragen abzusehen.

Leiche bereits vor einem Jahr gefunden

Der damals 23 Jahre alte Mann wurde seit dem 4. August 2022 vermisst. Er war für einen Backpacking-Urlaub auf die spanische Insel Gran Canaria gereist, als der Kontakt zu ihm abbrach. Auswertungen seiner Telefondaten hatten ergeben, dass er sich an der Ostküste der Nachbarinsel Teneriffa aufhielt. Die ZDF-Sendung «Aktenzeichen XY ... ungelöst» hatte den Vermisstenfall im September 2022 aufgegriffen.

Die Leiche sei den spanischen Behörden zufolge bereits am 5. Februar 2025 gefunden worden. Die eindeutige Identifizierung sei dann durch eine DNA-Untersuchung erfolgt, heißt es in der Mitteilung der Anwalts-Kanzlei. Der Leichnam habe Brandspuren aufgewiesen. Da es in dem Gebiet im August 2023 schwere Waldbrände gegeben habe, sei davon auszugehen, dass der Tote bereits zu diesem Zeitpunkt dort gelegen habe. 

Gerichtsmedizinische Untersuchung ergab Sturzverletzungen 

Derzeit werde davon ausgegangen, dass der junge Mann kurz nach dem letzten Kontakt mit seinen Angehörigen in dem unwegsamen Gelände gestürzt und infolgedessen gestorben sei, hieß es. Bei einer forensischen Leichenschau sei ein Verletzungsbild festgestellt worden, das mit einem Sturz vereinbar sei. Hinweise auf Fremdverschulden habe es nach Angaben der spanischen Behörden nicht gegeben.


Bildnachweis: © Roswitha Bruder-Pasewald/dpa-tmn
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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