3. April 2026 / Aus aller Welt

«Lindernde Umstände»: Einsatzkräfte benetzen Wal mit Wasser

Der geschwächte Buckelwal in der Bucht vor Wismar soll feucht gehalten werden. Wie lange der Meeressäuger noch überlebt, ist laut Experten aber unklar.

Die Haut des geschwächten Buckelwals soll befeuchtet werden. (Archivbild)
Veröffentlicht am 3. April 2026 um 13:03 Uhr

Einsatzkräfte der Feuerwehr haben begonnen, den an der Ostseeküste vor Wismar gestrandeten Buckelwal mit Wasser zu benetzen. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Experten hätten die Hilfsaktion empfohlen, um lindernde Umstände für den Wal zu schaffen.

Vorgang soll alle zwei bis drei Stunden wiederholt werden

«Wir werden das Tier weiter begleiten – bis zum Schluss. Um ihm seine Situation angenehmer zu machen, wurde heute damit begonnen, den Rücken des Wals, der aus dem Wasser ragt, zu benetzen», sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD), der am Mittag erneut vor Ort war. «Der Vorgang soll alle zwei bis drei Stunden wiederholt werden.»

Auch ein Schlauchboot der Polizei war in der Nähe des Wals im Einsatz, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete. Der Zustand des Wals ist nach Angaben von Wasserschutzpolizei und Greenpeace unverändert.

Die Rettungsversuche waren am Mittwoch eingestellt worden. Den Fachleuten und Meeresschützern vor Ort zufolge wird das Tier in dieser Bucht wohl sterben. Wie lange es noch überleben wird, lässt sich nach Einschätzung der Experten nicht vorhersagen. Am Donnerstagvormittag erkundete bereits ein Vermessungsboot die Umgebung des Wals, um eine mögliche Bergung des Buckelwals vorzubereiten.


Bildnachweis: © Bodo Marks/dpa
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