1. Mai 2026 / Aus aller Welt

Waldbrand in Toskana: 3.500 Menschen evakuiert

Im Hinterland zwischen Pisa und Lucca wütet seit mehreren Tagen ein Feuer. Jetzt kommt es bedrohlich nahe an eine Gemeinde heran. Vermutet wird, dass ein Landwirt Olivenzweige verbrennen wollte.

Wegen des Waldbrands haben mehr als 3.500 Menschen ihre Häuser verlassen müssen.
Veröffentlicht am 1. Mai 2026 um 12:53 Uhr

Wegen eines riesigen Waldbrands haben in der Toskana mehr als 3.500 Menschen ihre Häuser verlassen müssen. Das Feuer wütet im Hinterland der italienischen Urlaubsregion zwischen den Städten Pisa und Lucca. Betroffen ist insbesondere die Umgebung des 830 Meter hohen Berges Monte Faeta mit der dortigen Gemeinde San Giuliano Terme. Die Feuerwehr ist mit Dutzenden Einsatzkräften im Großeinsatz, auch mit Löschflugzeugen und Hubschraubern.

Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden in der beliebten Ausflugsregion inzwischen etwa acht Quadratkilometer Wald zerstört. Vermutet wird, dass das Feuer vor einigen Tagen durch einen Landwirt ausgelöst wurde, der Olivenzweige verbrennen wollte. Die Flammen seien dann offensichtlich außer Kontrolle geraten, hieß es. Durch Windböen wurden sie immer weiter angefacht. 

Auch Soldaten der Armee im Einsatz gegen Flammen

Die Präfektur verfügte deshalb am Donnerstagabend, dass alle Anwohner das am schlimmsten betroffene Gebiet verlassen müssen. Zu ihrer Unterbringung wurden Turnhallen in der Umgebung genutzt. Der Regionalpräsident der Toskana, Eugenio Giani, sprach von einer «sehr schwierigen Situation, auf die wir unsere ganze Kraft konzentrieren müssen». Auch Soldaten der italienischen Armee sind im Einsatz.

Die Toskana mit der Hauptstadt Florenz gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen in Italien. Auch viele Touristen aus Deutschland sind dort regelmäßig zu Besuch. Unklar war zunächst, ob auch Urlauber von dem Waldbrand betroffen sind.


Bildnachweis: © -/Vigili del Fuoco/dpa
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