27. März 2025 / Aus aller Welt

Zahl der Toten bei Waldbränden in Südkorea steigt auf 27

Die Brände gelten bereits als die größten in der Geschichte des Landes. Die Flammen breiten sich weiter aus. Der prognostizierte Regen dürfte die Lage nur minimal entspannen.

Es handelt sich um die größten Waldbrände in der Geschichte des Landes.
Veröffentlicht am 27. März 2025 um 09:46 Uhr

Die Zahl der Todesopfer bei den Wald- und Flächenbränden in Südkorea ist auf mindestens 27 gestiegen. Weitere 32 Personen wurden durch die Flammen verletzt, wie Südkoreas amtliche Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Mit einer niedergebrannten Waldfläche von rund 36.000 Hektar - eine Fläche knapp halb so groß wie Hamburg - sind die Brände in ihrem Ausmaß bereits die größten in der Geschichte des Landes.

Nach wie vor breiten sich die Flammen den Angaben zufolge unkontrolliert aus. Heute sind für die betroffenen Regionen im Südosten des Landes leichte Regenfälle angesagt, doch dürften die Niederschlagsmengen nicht ausreichen, um die Lage nachhaltig zu entspannen. 

Rund 37.000 Anwohner mussten bislang aus ihren Häusern evakuiert und in Notunterkünfte gebracht werden. Einige der betroffenen Landstriche leiden zudem unter Wassermangel und Stromausfällen. 

Die Brände haben bereits mehrere historische Stätten zerstört. So brannte ein über 1.000 Jahre alter Tempel vollständig nieder. Auch das historische Hahoe-Dorf, das von der Unesco 2010 zum Weltkulturerbe erklärt worden war, ist von den Flammen bedroht. Die Anwohner wurden zur Evakuierung aufgerufen.

Das Feuer war am Freitag im Landkreis Sancheong ausgebrochen, etwa 250 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Seoul. Nach Angaben der Behörden haben Winde und eine anhaltende Dürre die Brände begünstigt. 

In Südkorea kommt es während Trockenperioden regelmäßig zu Waldbränden. In den vergangenen Jahren haben sowohl die Durchschnittstemperaturen als auch Extremwetter im Land zugenommen. Wissenschaftler sehen die Zunahme von Waldbränden in Südkorea auch als Indikator für den fortschreitenden Klimawandel.


Bildnachweis: © Lee Moo-yeol/Newsis via AP)/dpa
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