Knapp vier Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in der Westpfalz hat die Staatsanwaltschaft einen 26-Jährigen wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt. Ihm werde vorgeworfen, den Mann am 2. Februar in einem Regionalexpress angegriffen und tödlich verletzt zu haben, teilte die Anklagebehörde in Zweibrücken mit. Kurz nach Verlassen des Bahnhofs Landstuhl sei der Beschuldigte von dem Zugbegleiter aufgefordert worden, seine Fahrkarte zu zeigen. Der Mann habe erklärt, kein Ticket zu haben. Der Aufforderung, sich auszuweisen, kam er demnach nicht nach - woraufhin der 36 Jahre alte Zugbegleiter ihn aufgefordert habe, den Zug zu verlassen. Auch dem kam der Mann nicht nach. Der 26-Jährige habe dem Zugbegleiter kräftige Faustschläge gegen den Kopf und die Schläfen versetzt, «wobei er den Todeseintritt zumindest billigend in Kauf nahm». Das Opfer sei bewusstlos zu Boden gegangen. Der Zugbegleiter starb am 4. Februar an einer Hirnblutung. «Nach den durchgeführten Ermittlungen handelte der Angeschuldigte aus Verärgerung über eine alltägliche Ticketkontrolle», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Grieche habe das «objektive Tatgeschehen» eingeräumt, aber einen Tötungsvorsatz bestritten und sich teilweise auf Erinnerungslücken berufen.
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Zugbegleiter bei Kontrolle tödlich verletzt - Mordanklage
Der tödliche Angriff auf einen Zugbegleiter Anfang Februar hat bundesweit Entsetzten ausgelöst. Was die Anklage dem Beschuldigten vorwirft.
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