Der Zyklon «Maila» hat in Papua-Neuguinea heftige Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst und mindestens elf Menschen das Leben gekostet. Besonders betroffen ist die autonome Region Bougainville, wo ganze Dörfer verwüstet wurden. Acht Menschen starben allein bei einem nächtlichen Erdrutsch, als ein Haus unter den Schlammmassen begraben wurde, wie die Zeitung «Post Courier» unter Berufung auf die Behörden berichtete. Unter den Opfern waren auch mehrere Kinder sowie zwei schwangere Frauen, wie ein Bewohner dem australischen Sender ABC berichtete. Die Opfer seien im Schlaf überrascht worden. Das Unglück ereignete sich bereits am Donnerstag, wie erst jetzt bekannt wurde. Viele weitere Bewohner der Provinz sind obdachlos, nachdem der Sturm Küstenregionen mit voller Kraft getroffen hatte. Auch wurden zahlreiche Straßen und Brücken zerstört, die Versorgung mit Lebensmitteln brach teilweise zusammen. Die Schulen sollen die ganze Woche geschlossen bleiben. Ministerpräsident James Marape erklärte, es sei schwierig, Kontakt zu entlegenen Gemeinden herzustellen. Berichte über Schäden kämen nur verzögert an. «Wir werden sicherstellen, dass wir jeden Ort, jede Insel und jede betroffene Gemeinde erreichen», teilte der Regierungschef mit und kündigte Pläne für eine Reise in die ebenfalls schwer betroffene Provinz Milne Bay im Südosten des Inselstaates an. Hilfslieferungen mit Nahrung, Trinkwasser und Notunterkünften seien bereits organisiert worden. Auch die östlich von Papua-Neuguinea gelegenen Salomonen wurden von dem Sturm der Kategorie 4 getroffen, insbesondere abgelegene Inselregionen. Dort kam es ebenfalls zu schweren Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. Australien kündigte für beide Länder finanzielle Unterstützung an. Ihr Land stehe «Schulter an Schulter» mit den Nachbarstaaten, betonte die australische Außenministerin Penny Wong. «Maila» hatte in den vergangenen Tagen auf seinem Weg durch die Salomonensee mit Böen von fast 300 Kilometern pro Stunde gewütet. Zeitweise wurde er als Zyklon der höchsten Kategorie 5 geführt. Mittlerweile hat sich der Sturm abgeschwächt. Papua-Neuguinea liegt im südwestlichen Pazifik nördlich von Australien und umfasst den östlichen Teil der Insel Neuguinea sowie zahlreiche kleinere Inseln. Das Land hat rund zehn Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.Regierungschef verspricht schnelle Hilfe
Böen von fast 300 km/h
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Zyklon «Maila» im Südpazifik: Elf Tote in Papua-Neuguinea
Ein Zyklon zerstört in Papua-Neuguinea ganze Dörfer. Fast ein Dutzend Menschen sind tot, Hunderte sind obdachlos. Auch die Salomonen sind betroffen. Das Problem: Viele Dörfer liegen sehr abgelegen.
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