4. Februar 2026 / Mitteilung der Autobahn GmbH

A565: Dialogforum

Außerordentliches Dialogforum zur Rheinbrücke Bonn-Nord stößt auf großes Interesse

Veröffentlicht am 4. Februar 2026 um 05:00 Uhr

Köln/Bonn (Autobahn GmbH). Rund 70 Teilnehmende haben am Montag, 2. Februar 2026, an einem außerordentlichen Dialogforum zur Rheinbrücke Bonn-Nord teilgenommen. Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Rheinland, informierte in der knapp zweistündigen Online-Veranstaltung umfassend über den aktuellen Bauwerkszustand, die bevorstehende Ablastung der Brücke sowie die geplanten verkehrlichen Umleitungen. 

Willi Kolks (Leiter der Außenstelle Köln) gab zunächst einen Überblick zur Situation rund um die Rheinbrücke Bonn-Nord. Weshalb das Bauwerk aus den 1960er Jahre kurzfristig abgelastet werden muss, dazu erläuterte Abteilungsleiter Brückenbau Detlev Epstein ausführlich die technischen Hintergründe. Bernd Bartelt (Geschäftsbereichsleiter Betrieb und Verkehr) und die Leiterin der Verkehrszentrale Leverkusen Anja Estel ergänzten den Vortrag mit den verkehrlichen Auswirkungen sowie den vorgesehenen Steuerungsmaßnahmen des lokalen, regionalen Verkehrs und Fernverkehrs. 

Konstruktiver Austausch im Dialogforum 

Alle Teilnehmenden hatten anschließende die Möglichkeit Ihre Fragen und Anliegen an die Fachleute der Autobahn GmbH zu richten: Gibt es Ausnahmegenehmigungen für weitere Fahrzeugtypen? Wie kann der Bau der neuen Rheinbrücke beschleunigt werden? Wie kann der Verkehr im Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis gelenkt werden? Daneben war der Wunsch nach weiterem Austausch und einem kooperativen Vorgehen groß. 

Die Autobahn GmbH bewertet den Austausch als konstruktiv und wertvoll. Die hohe Beteiligung zeigt das große Interesse der Region an einer transparenten Kommunikation und an verlässlichen Informationen zur weiteren Entwicklung der Rheinbrücke Bonn Nord. 

UPDATE: Sperrung der Brücke tritt an zwei Tagen in Kraft 

Aufgrund der laufenden Vollsperrung der A565 in Fahrtrichtung Meckenheim/Koblenz im Bereich des Endenicher Eis erfolgt die Sperrung der Rheinbrücke für alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht größer 7,5 Tonnen in zwei Schritten. Am kommenden Montag (9.2.) tritt die Sperrung zunächst in Fahrtrichtung Koblenz in Kraft. Die Sperrung der Fahrtrichtung Siegburg wird nach Abschluss der Arbeiten in Endenich am Donnerstag (12.2.) umgesetzt.   

Zu den Sperrungen werden auch Umleitungen für den regionalen Verkehr eingerichtet. Für beide Fahrtrichtungen erfolgen diese über die A555 bzw. A59 zur A4 und die Rheinquerung Rodenkirchen (s. Anhang). Für den Fernverkehr gibt es über die dynamischen Wegweisungstafeln (dWiSta) in einem weiten Umfeld Hinweise zur Umfahrung.  

Hintergrund 

Die Rheinbrücke Bonn-Nord, auch Friedrich-Ebert-Brücke genannt, wurde im Jahr 1967 gebaut. Sie besteht aus der linksrheinischen Vorlandbrücke (ca. 660 m), der Strombrücke (ca. 520 m) und der rechtsrheinischen Vorlandbrücke (ca. 110 m). Auf dem Bauwerk befinden sich zwei durchgehende Fahrspuren je Fahrtrichtung und je eine Abbiegespur. Es fahren täglich über 100.000 Fahrzeuge über die Brücke. Der Anteil des Schwerverkehrs liegt bei rund 5 Prozent.  

Da die Rheinbrücke Bonn-Nord ursprünglich für eine geringere Verkehrsbelastung geplant worden ist und altersbedingt einen entsprechenden Bauwerkszustand aufweist, wird die Brücke den gestiegenen Anforderungen durch den heutigen und zukünftigen Verkehr, insbesondere durch LKW, nicht mehr gerecht.   

Weitere Informationen: A565 Sanierung Rheinbrücke Bonn-Nord | bonnbewegt  

Über die Autobahn GmbH des Bundes:  

Die Autobahn GmbH des Bundes ist verantwortlich für die Planung, den Bau, den Betrieb, die Erhaltung, die Finanzierung, das Verkehrsmanagement sowie die vermögensmäßige Verwaltung der Bundesautobahnen. Seit dem Betriebsstart am 1. Januar 2021 vereint die Autobahn GmbH die Vorteile einer zentral aufgestellten Organisation mit den Stärken der regionalen Verankerung ihrer zehn Niederlassungen. Mit mehr als 13.000 Kilometern Autobahnnetz ist die Gesellschaft einer der größten Autobahnbetreiber Europas. 

Die Niederlassung Rheinland mit Hauptsitz in Krefeld betreibt rund 1.200 Kilometer Autobahn entlang der Rheinschiene und im westlichen Ruhrgebiet. Zur Niederlassung gehören die Außenstellen in Krefeld, Köln, Essen und Euskirchen. Vor Ort sorgen 15 Autobahnmeistereien für fließenden Verkehr. 

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