4. Juli 2026 / Mitteilung der RVK

108 abgerufene Wasserstoffbusse

RVK erreicht Förderziel des Bundesministeriums für Verkehr und setzt Meilenstein für die klimaneutrale Mobilität

Veröffentlicht am 4. Juli 2026 um 05:00 Uhr

Mit dem Abschluss der Bundesförderung im Rahmen der „Richtlinie zur Förderung alternativer Antriebe von Bussen im Personenverkehr” hat die Regionalverkehr Köln
GmbH (RVK) einen bedeutenden Meilenstein für die klimaneutrale Mobilität erreicht: den vollständigen Abruf von 108 Wasserstoffbussen, die vom Bundesministerium für Verkehr gefördert wurden. Mit Bussen des Modells Wrightbus Kite Hydroliner FCEV trafen Ende 2025 die letzten geförderten Fahrzeuge auf den Betriebshöfen der RVK ein.

Die Förderung wurde der RVK 2022 vom BMV bewilligt. Innerhalb von drei Jahren verdreifachte sich damit die Wasserstoffbusflotte von 52 auf 160 Fahrzeuge. Damit
betreibt die RVK aktuell die größte Wasserstoffbusflotte in Europa und gilt als Vorreiterin beim Einsatz der Antriebsform in dieser Größenordnung. Der Anteil von Fahrzeugen mit nachhaltigen Antrieben überstieg erstmals in der Unternehmensgeschichte den Anteil der Verbrenner. Damir wurde die Flotte innerhalb kurzer Zeit
zu einem beachtlichen Teil bereits nachhaltig transformiert.

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Die RVK zeigt eindrucksvoll, wie unsere Förderung klimafreundliche Busse auf die Straße bringt. Innerhalb weniger
Jahre ist in der Region Köln die größte Wasserstoffbusflotte Europas entstanden. Mit 31 Millionen Euro haben wir diesen Schritt unterstützt. Da kann ich nur sagen,
weiter so!“

108 geförderte Wasserstoffbusse verteilen sich auf drei verschiedene Modelle derFahrzeughersteller Solaris (Urbino 12 Hydrogen und Urbino 18 Hydrogen) und
Wrightbus. Die RVK hat mit der Beschaffung unterschiedlicher Modelle bewusst auf verschiedene Fahrzeugkonzepte, vielfältige Einsatzmöglichkeiten und verschiedene
technische Ansätze gesetzt, um Erfahrungen unter realen Betriebsbedingungen zu sammeln und unterschiedliche Stärken zu nutzen. 

Wasserstoff als Teil des Mobilitätsmix

Auch wenn Wasserstoff einen großen Teil der gesamten Busflotte der RVK ausmacht, ist diese nachhaltige Antriebsform nur ein Bestandteil der Strategie des Mobilitätsmixes, die das Unternehmen verfolgt. Sie setzt sich aus den Antriebsarten Wasserstoff, Batterieelektrik, Bio-Methan (im Kreis Euskirchen) und Diesel zusammen.

Für die Mobilitätswende hin zum Unternehmensziel „Null Emission“ ist dieser Mix entscheidend, um parallel eine tragfähige Infrastruktur aufzubauen, die einen wachsenden emissionsfreien Fuhrpark zuverlässig versorgen kann. Verbrenner werden bei der RVK sukzessive abgeschafft.

Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK): „Unser Ziel heißt Null Emission – und das bedeutet für uns einen vorausschauenden und
stufenweisen Aufbau der klimaneutralen Flotte. Mit dem vollständigen Abruf aller 108 geförderten Wasserstoffbusse haben wir nicht nur einen großen Schritt auf dem
Weg zu unserem Ziel Null Emission gemacht. In erster Linie ist das ein Erfolg für die Regionen, in denen wir fahren, und für die Menschen, die dort leben. Nachhaltige
öffentliche Mobilität ohne Leistungsabstriche – diesen Fokus verfolgen wir auch weiterhin.“

Davon profitieren insbesondere die Menschen in den Verkehrsgebieten der RVK: dem Rheinisch-Bergischen Kreis, dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, dem Kreis
Euskirchen sowie den Stadtverkehren in Bonn, Brühl, Euskirchen, Hürth und Wesseling. Nachhaltigere Mobilität ohne Abstriche ist auch für den Rheinisch-Bergischen Kreis ein zentrales Thema bei der Weiterentwicklung des ÖPNV.

Arne von Boetticher, Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises: „Für die Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis ist dieser Mobilitätswandel innerhalb des ÖPNV eine
gute Sache, da Wasserstoffbusse lokal emissionsfrei fahren, die Luftqualität und damit die Gesundheit verbessern, Lärm reduzieren, regionale Wertschöpfung durch
neue Infrastruktur fördern und zugleich eine verlässliche, zukunftssichere Mobilität ohne fossile Kraftstoffe bieten. Gerade bei den weitläufigen und anspruchsvollen
geographischen Gegebenheiten ist ein konsequenter Umstieg auf emissionsfreie Antriebe ohne Einschränkungen eine Herausforderung. Diesen Weg gehen wir gemeinsam entschlossen weiter, um weitere Meilensteine zu setzen und den ÖPNV in der Region zukunftssicher aufzustellen.“

Großes Etappenziel erreicht – nächster Fokus auf Infrastruktur und Batterieelektrik

Der zuletzt priorisierte Ausbau der Wasserstoffbusflotte basierte auf der hohen Reichweite und der kurzen Betankungszeit. Ein Umlauf der Linie 260 von Remscheid
bis Köln mit einer Gesamtlänge von knapp 100 Kilometern ist mit Wasserstoffbussen zuverlässig möglich. Die Vollbetankung eines Kraftomnibusses dauert bei leerem
Tank rund zehn Minuten. Die Versorgung der großen Flotte erfolgt unter anderem über eigene Wasserstofftankstellen der RVK an den Niederlassungen in Wermelskirchen und Meckenheim.

Aktuell laufende Bauprojekte wie der Grüne Mobilhof in Bergisch Gladbach und das Aus- und Weiterbildungszentrum in Mechernich unterstützen zudem den gestiegenen Bedarf der Wasserstoffversorgung mit Elektrolyseuren zur Eigenproduktion. Sie markieren gleichzeitig den Startschuss für den Ausbau der Batterieelektrik bei der RVK, der für die kommenden Jahre fest eingeplant ist.

Personen auf dem Bild (von links nach rechts): Dr. Marcel Frank (Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH), Thorsten Schmalt (stellv. Aufsichtsratsvorsitzender der RVK), Bettina Lauer (Unterabteilungsleiterin Innovative und klimafreundliche Mobilität, Bundesministerium für Verkehr), Arne von Boetticher (Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises). (Bildquelle: Regionalverkehr Köln GmbH)

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